Der Chef der indischen Zentralbank hat überraschend seinen Rückzug angekündigt. Sein Schritt könnte zu Verwerfungen an den Märkten in Indien führen.

© dpaIndiens Zentralbankchef Raghuram Rajan.
Indiens Zentralbankchef Raghuram Rajan wirft überraschend das Handtuch. Der am Wochenende bekanntgemachte Verzicht auf eine zweite Amtsperiode erfolgt nach wachsender Kritik aus Teilen der Regierungspartei von Ministerpräsident Narendra Modi. Nach Ablauf seines Vertrages Anfang September werde er wieder an der Universität arbeiten, hieß es in einem Schreiben Rajans an die Notenbankmitarbeiter. In Regierungskreisen wurden Zeitpunkt wie Art und Weise seiner Ankündigung als überraschend bezeichnet.
Zu Modi wurde Rajan eine gutes Arbeitsverhältnis nachgesagt. Finanzminister Arun Jaitley attestierte dem noch von der Vorgängerregierung eingesetzten Notenbankgouverneur, „gute Arbeit“ geleistet zu haben. Auch unter Investoren genoss
der frühere Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF) hohe Wertschätzung. Viel Lob erntete er etwa für seinen als souverän gewürdigten Umgang mit der schwersten Währungskrise des Landes seit zwei Jahrzehnten. Ferner trug er maßgeblich dazu bei, dass die Teuerung durch ein offizielles Inflationsziel in Schach gehalten werden soll. Unvollendet bleiben allerdings zwei weitere Projekte: die Sanierung des hoch verschuldeten Bankensektors und die Schaffung eines geldpolitischen Ausschusses, der innerhalb der Zentralbank die Höhe der Zinsen bestimmt. Schon bei seinem Amtsantritt 2013 war Rajan von heimischen Medien als „Rockstar“ und „James Bond“ gefeiert worden.
Für scharfe Kritik im Regierungslager sorgte allerdings, dass die Zinsen in Indien deutlich höher sind als in anderen Teilen der Welt. Zudem wurde Rajan Einmischung in die Politik vorgeworfen. Analysten gingen davon aus, dass sein Weggang am Montag für Unruhe an den indischen Finanzmärkten sorgen wird.
Kommentar: Was hinter diesem Rücktritt steht, bleibt abzuwarten.
Da Indien vor Kurzem sein
militärisches Bündis mit den USA gegen China gestärkt hat, stellt sich die Frage, ob sich Indien nun an die US-Regierung bindet und sich damit von der BRICS-Staatengemeinschaft abwendet. Nach dem Putsch in Brasilien sieht dieser Schritt stark danach aus, dass die US-Regierung alles unternimmt, an der BRICS-Staatengemeinschaft zu sägen, mit dem Ziel, diese zu verhindern und ihre Monolpolstellung als "Supermacht" ins Wanken zu bringen. Andere
Quellen (s.u.) berichten allerdings davon, dass der indische Premierminister Modi in engem Kontakt mit Putin steht und auch kurz nach seiner USA-Reise ein Telefonat mit ihm führte. Warten wir es ab.
Kommentar: Was hinter diesem Rücktritt steht, bleibt abzuwarten. Da Indien vor Kurzem sein militärisches Bündis mit den USA gegen China gestärkt hat, stellt sich die Frage, ob sich Indien nun an die US-Regierung bindet und sich damit von der BRICS-Staatengemeinschaft abwendet. Nach dem Putsch in Brasilien sieht dieser Schritt stark danach aus, dass die US-Regierung alles unternimmt, an der BRICS-Staatengemeinschaft zu sägen, mit dem Ziel, diese zu verhindern und ihre Monolpolstellung als "Supermacht" ins Wanken zu bringen. Andere Quellen (s.u.) berichten allerdings davon, dass der indische Premierminister Modi in engem Kontakt mit Putin steht und auch kurz nach seiner USA-Reise ein Telefonat mit ihm führte. Warten wir es ab.