Juli 2015 Durch den Monsunregen wurden in Pakistan zahlreiche Straßen und Brücken weggespült
© dpa/Symbolbild von 2015Durch den Monsunregen wurden in Pakistan zahlreiche Straßen und Brücken weggespült.
Hoher Schaden nach Überflutungen und Erdrutschen in China, Indien und Pakistan

Peking/Neu-Delhi. Durch Erdrutsche und heftigen Regen sind in China, Pakistan und Indien mindestens 131 Menschen ums Leben gekommen. Nach ungewöhnlich starken Niederschlägen warnten die Behörden in China am Sonntag vor neuen Überschwemmungen und verlängerten die zweithöchste Alarmstufe für den Süden und Südwesten des Landes bis Dienstag.

Mindestens 67 Menschen kamen allein in China ums Leben. Wegen der Überschwemmungen mussten in den Provinzen Hubei, Jiangsu und Zhejiang im Osten des Landes 120.000 Menschen aus ihren Häusern fliehen. 3600 Häuser wurden dort zerstört und 19.900 Hektar landwirtschaftliche Flächen beschädigt.

Noch schwerer traf es den Süden: Dort wurden 9000 Häuser zerstört und 710.000 Hektar Agrarflächen beschädigt. Die Schäden im gesamten Land bezifferten die Behörden auf über zwölf Milliarden Yuan (1,6 Milliarden Euro).

In der Provinz Hubei mussten Soldaten in der Stadt Macheng mit einer Tonne Sprengstoff einen verstopften Abflusskanal des Xiang Gu Dun Wasserreservoirs freimachen. Der Kanal liegt in der Nähe verschiedener wichtiger Eisenbahn- und Autobahnstrecken, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Ein Dammbruch hätte das Leben von 70.000 Menschen in Gefahr gebracht.

Schwer getroffen von den Unwettern wurde auch der Norden Pakistans. Dort starben infolge von Überschwemmungen mindestens 36 Menschen. Viele der Opfer waren Besucher einer Moschee. Wassermassen zerstörten das Gotteshaus und mehrere Häuser im Distrikt Chitral, wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte.

In Indien gab es mindestens 28 Tote, davon allein 18 im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand. Weitere 18 Menschen wurden am Sonntag noch vermisst. Die meisten Opfer seien unter einstürzenden Gebäuden oder von Erdrutschen begraben worden oder in den Fluten ertrunken, berichteten die Behörden. Der Wetterdienst sagte für die nächsten Tage weitere Regenfälle voraus.

(dpa)