Dass es im Juni 2016 überdurchschnittlich viele Gewitter und damit auch Unwetter gab, lässt sich deutlich an der Blitzstatistik ablesen. 82.432 Mal blitze es in diesen 30 Tagen in Oberösterreich.

Blitz über dem Stift St. Florian
© foto-kerschi.atUnwetter ziehen über ganz Oberösterreich: Blitz über dem Stift St. Florian.
Der Juni bildet zusammen mit Juli und August üblicherweise die blitzreichste Zeit des Jahres. „In den Sommermonaten sind die meteorologischen Voraussetzungen für Gewitter am besten“, sagt UBIMET-Meteorologe Konstantin Brandes. „Der Sonnenstand erreicht zu dieser Zeit seinen Höchststand, die Luft wird entsprechend aufgeheizt. In Kombination mit feuchter Mittelmeerluft und der gebirgigen Oberfläche Österreichs können sich zahlreiche Gewitter entwickeln.“ Rund 80 Prozent der Blitze entladen sich in den Sommermonaten.

Ein besonders gewittriges Jahr - 2016 ist in dieser Wertung natürlich noch nicht dabei - war 2012. An 90 Tagen gab es in Oberösterreich ein Gewitter, über 200.000 Mal blitzte es (93.844 Mal allein im Juli). Die meisten Blitze wurden im Bezirk Gmunden gemessen (37.139), der stärkste Blitz aber in Weitersfelden nieder (307.100 Ampere).

Besonders wenige Blitze gingen 2013 in Oberösterreich nieder. In diesem Jahr gab es einen ausgesprochen trockenen und heißen Sommer. Nur 63.739 Mal hat es geblitzt, die meisten Blitze entluden sich im August (28.112). Spitzenreiter war wieder der Bezirk Gmunden (7.640), der stärkste Blitz wurde wieder im Bezirk Freistadt registriert (277.900 Ampere in Grünbach).

Wie 2016 sich in der Statistik niederschlagen wird, lässt sich noch nicht absehen. Klar ist aber: Es wird ein Rekordjahr. Denn allein schon im Juni hat es öfter geblitzt, als 2013 und 2014 im ganzen Jahr. Die Freude über diesen Rekord hält sich in Grenzen, da damit viele Unwetter und Überflutungen einhergehen.