
Jeder zehnte ABC-Schütze ist zu dick
Schon Kleinkinder nehmen oft zu viele Kalorien und Proteine zu sich. Kein Wunder also, dass zahlreiche ABC-Schützen zu dick sind, wenn sie zur Schule kommen. In Rheinland-Pfalz ist bereits jeder zehnte Erstklässler zu dick. Dies geht aus der Antwort von Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) auf eine Kleine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion in Mainz hervor. Demnach hatten 5,5 Prozent der ABC-Schützen bei der Eingangsuntersuchung für das Schuljahr 2014/15 Übergewicht. Bei 4,4 Prozent wurde sogar Adipositas (Fettleibigkeit) registriert.
Kinderprogramme für eine besser Ernährung
Den Angaben zufolge werden die Gewichtsdaten der Schulanfänger seit sieben Jahren landesweit elektronisch erfasst. Der Anteil zu dicker ABC-Schützen hat sich seitdem kaum geändert. Die Gesundheitsministerin verwies auf verschiedene Kinderprogramme für eine bessere Ernährung. Dazu zählten unter anderem „Kita isst besser“, das EU-Schulobst- und -gemüseprogramm, die Unterrichtsreihe „ABC der Lebensmittel“ sowie das Schulprojekt „Ernährung nachhaltig gestalten - Was ist unser Essen wert?“
Mehr Bewegung und weniger Zucker
Seit Jahren versuchen Gesundheitsexperten dem Problem der Zunahme von Übergewicht - speziell bei Kindern und Jugendlichen - entgegenzuwirken. Neben einer Ernährungsumstellung, die mit weniger Fett und Zucker auskommen soll, empfehlen die meisten Fachleute mehr Sport für Kinder, um Fettleibigkeit vorzubeugen. Vor wenigen Monaten wurde eine interessante Studie veröffentlicht, die zeigte, dass Wasserspender an Schulen das Übergewicht bei Kindern senken können. Die US-amerikanischen Forscher berichteten, dass es in Schulen, in denen Wasserspender vorhanden waren, zu einem leichten Rückgang des Übergewichts bei Schülern kam, weil sie unter anderem weniger Milchprodukte - mit Zucker - konsumierten.
(ad)



Kommentar: Die Studien zu den wahren Ursachen von Übergewicht und anderen Volkskrankheiten wie Diabetes existieren schon seit geraumer Zeit, doch offensichtlich hat die Lebensmittelindustrie mit ihrem Interesse an Profiten statt Gesundheit zu viel Einfluss, als dass die notwendigen Veränderungen angegangen werden. Helfen Sie sich also selbst, denn Staat und Gesundheitswesen sind nicht an Ihrem Wohlergehen interessiert: