Fassungslos steht Rosemarie S. vor den Trümmern ihres Hauses in der Schweizer Gemeinde Oberhallau. Vor drei Tagen war ihr eigener Sohn mit seinem Flugzeug in ihr Heim gekracht. Offenbar war Geld das Motiv.
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Aufräumarbeiten: Mit voller Wucht hatte Konrad S. sein Flugzeug ins Haus seiner Mutter gesteuert

Das erklärte die Familie des toten Piloten jetzt gegenüber dem schweizerischen Blick. Im Februar sei Konrad S. nach langer Funkstille wieder bei seiner Familie aufgetaucht und habe Geld gefordert.

„Er brauchte eine halbe Million. Er wollte eine Flugschule kaufen. Aber so viel konnten wir ihm nicht geben“, erzählte der Bruder.

Mit dieser Abfuhr konnte der 47-Jährige nicht umgehen. Wahrscheinlich litt der arbeitslose Konrad S. an psychischen Problemen. Anders kann sich die Familie seine Wahnsinnstag vom Wochenende nicht erklären.

"Auch wir zerbrechen uns den Kopf, wie es zu diesem Unglück kommen konnte. Konrads Probleme müssen für ihn so groß geworden sein, dass er sein Leben beenden wollt", sagte Bruder Thomas S.

Am Samstagnachmittag hatte sich der Kamikaze-Pilot in der Nähe von St. Gallen eine kleine Maschine (Diamond Aircraft DA 42) geliehen. Wenig später steuerte er damit auf sein Elternhaus zu. Mit voller Wucht ließ er das Flugzeug dann in das Hausdach krachen.

Der Pilot starb in den Flammen. Seine Mutter konnte in letzter Sekunde aus dem Haus entkommen.