
In Kombination des neuen Sekundärionenmassenspektrometeres „ToFSIMS“ (Time of Flight Secondary Ion Mass Spectrometry) und dem Helium-Ionen-Mikroskop am National XPS Centre für Röntgenphotoelektronenspektroskopie des Engineering and Physical Sciences Research Council (EPSRC) können die Wissenschaftler Oberflächen bis auf wenige Atomschichten hinab auf ihre Zusammensetzung hin analysieren und zugleich Verunreinigungen erkennen.

„Unsere Entdeckung stellt den bislang besten Beweis dafür dar, dass diese Strukturen biologischer Herkunft sind“, so Purvis und erläutert weiter: „Zudem handelt es sich um sub-ozeanischen Basalt, dessen Eigenschaften dem gleichen, was wir auch auf dem Mars erwarten. Wir können also genau diese Technologien nun auch anwenden, um hier (mit Hilfe von Marsmeteoriten) auf der Erde nach Anzeichen außerirdischen Lebens zu suchen.“
Während in den vergangenen Jahrzehnten schon mehrmals Behauptungen über die Entdeckung von Spuren einstiger Mikroorganismen im Innern von Mars-Meteoriten gemacht wurden, seien diese jedoch alles andere als unumstritten. Das beste Beispiel hierfür ereignete sich 1996, als kein Geringerer als der damalige US-Präsident Bill Clinton Strukturen im Innern des Mars-Meteoriten ALH 84001 als Beweise für Mars-Leben präsentierte (...GreWi berichtete).
„Das bisherige Hauptproblem mit dem Nachweis von außerirdischem Leben ist der, dass die Herkunft urzeitlicher Gesteinsstrukturen oft sowohl biologisch als auch abiotisch erklärt werden kann“, so Purvis. „Sie könnten also sowohl von lebenden Organismen oder durch chemische und/oder physikalische Vorgänge entstanden sein. Zudem ist es oft schwer, eine Kontamination der untersuchten Proben gänzlich auszuschließen.“ Mit der neuen Methode ist es nun jedoch möglich zwischen den beiden Herkunftsarten zu unterscheiden.
GreWi-Kurzgefaßt
- Mit neusten Technologien können Wissenschaftler mikroskopische Strukturen im Innern von bis zu 400 Millionen Jahre altem Basaltgestein als die fossilen Hinterlassenschaften von Mikroben bestimmen.
- Mit der gleichen Methode wollen die Forscher nun auch in Meteoriten vom Mars nach darin eingeschlossenem fossilen Mikroben suchen.




Kommentare von Lesern
für unseren Newsletter an