Eine Frau wirft erst Möbel aus dem Fenster, dann geht sie mit einem Teppichmesser auf Polizisten los. "Allahu akbar" (Gott ist groß) ruft sie dabei. In der Wohnung finden die Beamten IS-Flaggen. Die 53-Jährige kommt in eine psychiatrische Klinik.
Blaulicht, Polizei symbolbild
© Patrick Pleul/ dpa
Die Beamten konnten die 53-Jährige bei der Tat am Sonntagmorgen überwältigen, wie die Polizei Essen berichtete.

In ihrer Wohnung wurde Flaggen gefunden, die auf eine Anhängerschaft zur Terrormiliz "Islamischer Staat" hindeuten. Der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen. Die Bild-Zeitung hatte zuerst berichtet.

Hocker aus dem fünften Stock geworfen

Die Beamten waren am Sonntagmorgen zu der Wohnung der Frau gefahren, nachdem sie Einrichtungsgegenstände wie Lampen, Hocker und Bücher aus einem Fenster im fünften Stock auf die Straße geworfen hatte.

Als sie die Wohnungstür nicht öffnete und weitere Gegenstände nach unten warf, traten die Polizisten die Tür ein. Mit stechenden Bewegungen sei sie im nächsten Moment auf die Beamten zugegangen. Die Beamten setzen Pfefferspray ein und drohten mit Schusswaffengebrauch. Sie konnten die verschleierte Frau schließlich überwältigen. Dabei wurde sie leicht verletzt.

Polizeilich bekannte Konvertitin

Bei der Frau handele es sich um eine in Thüringen geborene Konvertitin, sagte ein Polizeisprecher. Sie sei bereits früher wegen islamistisch motivierter Delikte polizeilich aufgefallen. Welche dies waren, ist noch nicht bekannt. Auch, warum die Frau die Gegenstände aus dem Fenster warf, ist bisher unklar.

dpa