Bei einem möglichen Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Rund 50 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen lebensgefährlich.
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Ein Überblick über die aktuellen Erkenntnisse:

Was wir wissen
  • Gegen 20 Uhr fährt ein Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt. Der Fahrer legt eine Strecke von 50 bis 80 Metern zurück, überfährt dabei viele Menschen und zerstört mehrere Marktbuden. Laut Polizei war der Lkw vorsätzlich in den Weihnachtsmarkt gesteuert worden.
  • Mindestens zwölf Menschen sterben, Dutzende werden zum Teil schwer verletzt.
  • Ein Verdächtiger flüchtet und wird nahe der Siegessäule festgenommen. Auf dem Beifahrersitz wird ein toter Mann entdeckt, er starb laut Polizei vor Ort.
  • Der Lastwagen der Marke Scania gehört einer polnischen Spedition und hatte Stahlkonstruktionen geladen.
  • Der Lastwagen-Fahrer war laut Speditions-Eigentümer seit etwa 16 Uhr nicht mehr zu erreichen gewesen.
  • Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) hat die Hangars auf dem früheren Flughafen Tempelhof durchsucht. Dort befindet sich Berlins größte Flüchtlingsunterkunft. Vier junge Männer Ende 20 aus dem Hangar 6 seien befragt worden, es gab aber keine Festnahmen, sagte Sascha Langenbach, Sprecher des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten.
  • Das Bundeskriminalamt (BKA) hat im Auftrag des Generalbundesanwalts die Ermittlungen übernommen. "Der Generalbundesanwalt beim BGH hat ein Strafverfahren eingeleitet und das BKA mit den Ermittlungen beauftragt", teilten die Wiesbadener Kriminalbeamten auf Twitter mit.
Was wir nicht wissen
  • Offen ist bislang, ob der Vorfall einen terroristischen Hintergrund hat, oder ob es sich etwa um einen Amoklauf handelt. Die Polizei geht jedoch davon aus, dass der Lkw vorsätzlich aus den Weihnachtsmarkt gesteuert wurde und spricht verhalten von einem "vermutlich terroristischem Anschlag". Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagt in der Nacht, dass viel für einen Anschlag spreche.
  • Unklar ist die Identität des festgenommenen Verdächtigen und des Toten auf dem Beifahrersitz. Auch zu den Todesumständen weiß man noch nichts.
  • Zwar heißt es in Sicherheitskreisen, der Verdächtige könnte ein Pakistaner oder Afghane sein. Eine genaue Identifizierung sei jedoch schwierig, da möglicherweise auch falsche Namen benutzt würden. Der Mann sei wohl als Flüchtling über die Balkanroute nach Deutschland gekommen.
  • Zu den Umständen der Festnahme des Verdächtigen sagte die Polizei bislang nichts.
  • Was ist mit dem Fahrer des Lasters - dem Cousin des Speditionseigentümers? Dieser geht davon aus, dass seinem Cousin etwas angetan wurde.
  • Widersprüchliche Angaben gibt es dazu, was kurz vor dem mutmaßlichen Anschlag mit dem Laster passierte. Während die Polizei Hinweisen nachgeht, dass das Fahrzeug bereits in Polen von einer Baustelle gestohlen wurde, sagte der Speditionschef, der Fahrer sei auf dem Weg von Italien nach Berlin gewesen.