Eine Reisende in einem Bus hat ein Gebet ihres tunesischen Nachbarn als Drohung empfunden und Bombenalarm gegeben. Sie habe das Wort Osama gehört. Die Polizei durchsuchte den Verdächtigen und den Bus. Die Autobahn 1 wurde für zwei Stunden gesperrt. Gefunden wurde nichts.
polizei
© picture alliance / Daniel Karman/dpa
Eine Frau hat für eine Sperrung der A1 gesorgt. Sie hat Bombenalarm ausgelöst, als sie Gemurmel von Koransuren von ihrem Nachbarn gehört hatte

Sottrum/Rotenburg. Weil sie sich von dem Gemurmel eines aus Tunesien stammenden Mannes bedroht gefühlt habe, hat eine Reisende in einem Bus von Kopenhagen nach Paris, auf der A1 zwischen Grundbergsee und Posthausen für eine stundenlange Sperrung gesorgt. Die Frau hat einen Bombenalarm ausgelöst. Polizeisprecher Detlev Kaldinski in Rotenburg sagte zu dem Vorfall: "Sie hatte das Gemurmel von Koransuren ihres Mitreisenden als Drohung empfunden.“

Der Busfahrer des mit 45 Menschen besetzten Reisebusses habe deswegen in der Nacht die Polizei alarmiert. Diese rückte mit rund 20 Ermittlern, Spezialkräften und Sprengstoffspürhunden an und sperrte die Autobahn und den Rastplatz. Die Polizisten durchsuchten den Bus und den Verdächtigen, doch gefunden haben sie nichts. Die Sperrung der Autobahn 1 zwischen Grundbergsee und Posthausen wurde nach rund zwei Stunden wieder aufgehoben, der Rastplatz blieb dreieinhalb Stunden gesperrt.

Wie der Polizeisprecher weiter bekannt gab, habe die misstrauische Frau unter anderem den Namen "Osama“ in den Gebeten ihres Mitfahrers gehört. Darauf gab der Verdächtige, ein 25 Jahre alter Tunesier, als Erklärung an, den Spitznamen Osama zu tragen und von sich in der dritten Person gesprochen zu haben.

dpa