800 Polizisten in Österreich waren an einem groß angelegten Anti-Terror-Einsatz beteiligt. Bei den Razzien in Wien und Graz wurden elf mutmaßliche Islamisten festgenommen.
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Bei einem Anti-Terror-Einsatz hat die österreichische Polizei elf Männer und drei Frauen festgenommen. Sie werden verdächtigt, Anhänger der Miliz "Islamischer Staat" (IS) zu sein. An den lange vorbereiteten Razzien in Graz und Wien seien rund 800 Polizisten beteiligt gewesen, teilte die Grazer Staatsanwaltschaft mit.

Die Razzien wurden "im Rahmen eines anhängigen Ermittlungsverfahrens" durchgeführt, hieß es in einer Pressemitteilung. Die Festgenommenen seien zwischen 21 und 49 Jahren alt und unterschiedlicher Nationalität.

Der österreichische Standard berichtete unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft, es habe keine akute Terrorgefahr gegeben.

Der Einsatz habe keinen direkten Zusammenhang mit der Verhaftung eines 17-jährigen Terrorverdächtigen vergangene Woche in Wien. Der junge Mann soll nach ersten Ermittlungen einen Anschlag auf eine Wiener U-Bahn geplant haben.

Der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) sprach von einem erfolgreichen Schlag gegen den Terrorismus: "In Graz konnten salafistische Hetzer aus dem Verkehr gezogen werden." Man müsse mit aller Härte gegen jene vorgehen, die das Zusammenleben gefährden würden.

sun/dpa/AFP