Der Sicherheitsberater des US-Präsidenten, Michael Flynn, ist zurückgetreten, wie der TV-Sender CNN unter Verweis auf eigene Quellen mitteilte. Das Weiße Haus bestätigte diese Informationen.
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Laut dem Sender tauchten die Informationen über Flynns Rücktritt auf, nachdem die Zeitung The Wall Street Journal (WSJ) und die Agentur Associated Press (AP) mitgeteilt hatten, dass das US-Justizministerium das Weiße Haus gewarnt haben soll, dass Flynn sich wegen seiner Kontakte zum Kreml bloßgestellt habe.

Wie Flynn in seinem Rücktrittsgesuch zugab, habe er dem US-Vizepräsidenten Michael Pence und anderen Vertretern des Weißen Hauses unabsichtlich unvollständige Informationen über das mit dem russischen Botschafter in Washington, Sergej Kisljak, geführte Telefonat zur Verfügung gestellt.

„Bedauerlicherweise habe ich wegen des schnellen Laufes der Ereignisse dem US-Vizepräsidenten Michael Pence und anderen Vertretern des Weißen Hauses unabsichtlich unvollständige Informationen zu meinem Telefonat mit dem russischen Botschafter geliefert. Ich habe mich beim US-Präsidenten Donald Trump und seinem Vize bereits aufrichtig dafür entschuldigt. Sie haben meine Entschuldigung angenommen“, heißt es in einer am Montag vom Pressedienst der US-Administration unterbreiteten Mitteilung.

Demnach hat Trump dem Rücktrittsgesuch von Flynn stattgegeben und den Generalleutnant a. D. Keith Kellogg zum amtierenden Sicherheitsberater ernannt.

Zuvor hatte die Zeitung The Washington Post mitgeteilt, dass Flynn und Kisljak am 29. Dezember fünf Telefonate geführt hätten - im Zeitraum zwischen der Bekanntgabe der neuen US-Sanktionen und der Entscheidung von Präsident Putin, keine Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Sechs Tage vor Ablauf seiner Amtszeit hatte US-Präsident Barack Obama die Russland-Sanktionen wegen der Lage in der Ukraine um ein weiteres Jahr verlängert.

US-Präsident Donald Trump plant derweil keine sofortige Aufhebung der von seinem Vorgänger verhängten Sanktionen, erwägt aber mittelfristig ihren Abbau.