Acht Stunden Großeinsatz in einer Celler Flüchtlingsunterkunft: Beamte der Polizei haben am Donnerstag eine ehemalige Kaserne durchsucht und Dutzende Bewohner kontrolliert. Ziel der Aktion war es, fünf Haftbefehle wegen einer geplanten Abschiebung und eine Durchsuchung zu vollstrecken, sagte eine Sprecherin der Polizei. Den Personen drohe nun die Abschiebung in ihr Heimatland. Zusätzlich wurde bei zehn weiteren gesuchten Menschen der Aufenthaltsort ermittelt und an die zuständigen Behörden weitergegeben.
Rund Hundert Beamte haben eine Flüchtlingsunterkunft in einer ehemaligen Kaserne in Celle mit Rauschgiftspürhunden durchsucht. Fünf Haftbefehle wurden vollstreckt.

Personalien von 100 Menschen kontrolliert

Bei der Durchsuchung der Unterkunft fanden die Beamten mithilfe von Drogenspürhunden geringe Mengen Betäubungsmittel. Da die Personalien von etwa 100 Menschen überprüft werden mussten, dauerte der Einsatz bis etwa 16 Uhr. In einigen Fällen bestand laut Polizei der Verdacht auf Urkundenfälschung, wodurch die Arbeit zusätzlich verzögert wurde. "Bereits bestehende Ermittlungsverfahren konnten im Zuge von Vernehmungen aufgeklärt werden. Hierbei handelt es sich um unterschiedliche Delikt wie Ladendiebstahl, Sachbeschädigung, Hehlerei und Betrug", so die Polizei in einer Mitteilung.

Wegen der Größe des Gebäudes waren zahlreiche Kräfte aus Celle sowie eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei vor Ort. Die Polizei wies bereits während des Einsatzes explizit darauf hin, dass es sich hierbei nicht um einen Anti-Terror-Einsatz handele.