Wenn der Vorschlag der NASA, den Begriff »Planet« neu zu definieren, Erfolg haben sollte, könnte unser eigenes Sonnensystem demnächst über 100 Planeten besitzen.

© NASA/JPL
Damit ein Himmelskörper (in unserem eigenen Sonnensystem) als Planet bezeichnet werden darf, muss er nach dem Beschluss der Internationalen Astronomischen Union (IAU) im August 2006 folgende Voraussetzungen erfüllen:
● Sich auf einer Umlaufbahn um die Sonne bewegen.
● Seine Masse groß genug sein, dass er sich im hydrostatischen Gleichgewicht befindet (und somit eine näherungsweise kugelähnliche Gestalt besitzt).
● Er das dominierende Objekt in seiner Umlaufbahn ist, das heißt, diese über die Zeit durch sein Gravitationsfeld von weiteren Objekten »befreit« hat.
Nun streben aber die NASA-Wissenschaftler eine neue Definition für den Begriff »Planet« an, die sich nicht nur auf die orbitalen Attribute, sondern viel mehr auf die physikalischen Eigenschaften eines Objektes konzentriert. Wenn dies tatsächlich formell bestätigt werden sollte,
würde das bedeuten, dass unser eigenes Sonnensystem über 100 Planeten besitzen würde - einschließlich Pluto (der erst vor kurzem degradiert wurde) und sogar unser eigener Mond würde zum Planeten befördert.
„Wir schlagen folgende geophysikalische Definition eines Planeten vor, der von Lehrern, Wissenschaftlern, Studenten und der Öffentlichkeit benutzt werden soll: Ein Planet ist ein substellarer Massekörper, der nie einer Kernfusion unterzogen wurde und eine ausreichende Eigenschwerkraft aufweist, um eine sphäroidische Form anzunehmen, die von einem triaxialen Ellipsoid unabhängig von seinen Orbitalparametern ausreichend beschrieben wird", so die NASA in ihrem Manifest.
Mit anderen Worten, um ein Planet zu sein, muss ein Himmelskörper einfach nur rund und kleiner als ein Stern sein.
Diese neue Definition würde viel mehr Sinn machen,
behaupten die NASA-Forscher, weil die bestehende Definition nicht jene Planeten berücksichtigt, die eine Umlaufbahn um fremde Sterne haben oder überhaupt keinen übergeordneten Stern haben. Zweitens sei die verlangte »Bahnsäuberung« mangelhaft, da die Größe des Bereiches definiert werden müsste und in vielen Fällen die Bereinigung dieser Zone unmöglich wäre, weil die Größe und die Eigenschaften der betreffenden Welt nicht berücksichtigt wurden.
Ein erdgroßes Objekt innerhalb des Kuiper-Gürtels würde zum Beispiel niemals in der Lage sein, seine unmittelbare Nähe von Trümmern zu befreien, obwohl es ansonsten eindeutig ein Planet wäre.
Den vollständigen und detaillierten NASA-Vorschlag findet ihr »
hier«
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