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Bei einem Luftangriff auf ein Flüchtlingsboot vor der Küste des Jemen sind am Freitag mehr als 40 somalische Flüchtlinge getötet worden, mindestens 30 wurden verletzt. Dutzende werden vermisst, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Verweis auf die Internationale Organisation für Migration (IOM).

Das Boot mit etwa 140 Flüchtlingen sei auf dem Weg in Richtung Sudan gewesen, als es vor der Küste der Provinz Hodeida von einem Militärhubschrauber angegriffen wurde, meldet AFP unter Berufung auf Daoud Fadel, einen Sicherheitsbeamten des Fischereihafens der Provinz.

Keine der im Jemen kämpfenden Seiten bekennt sich zu dem Zwischenfall. Die schiitischen Huthi-Rebellen macht die von Saudi-Arabien geführte und von den USA unterstützte Koalition für den Angriff verantwortlich. Der offizielle Vertreter der Koalition, Ahmed Asiri, weist jegliche Vorwürfe zurück.

Im Jemen dauert seit August 2014 ein Konflikt zwischen den Regierungstruppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den schiitischen Huthi-Rebellen an. Seit März 2015 fliegt Saudi-Arabien zusammen mit verbündeten sunnitisch-arabischen Staaten Luftangriffe auf die Rebellen.