Das erste Treffen zwischen Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump war aus vielen Gründen ein besonderes Aufeinandertreffen. Erstens ging es um zahlreiche sehr wichtige politische Themen, von der Ukraine-Krise bis hin zu Handelsbeziehungen.
Zweitens trafen hier zwei völlig unterschiedliche Menschen aufeinander, die erstmal eine vernünftige Arbeitsbeziehung aufbauen müssen. Und drittens ist mit Donald Trump ein Mann ins Weiße Haus eingezogen, an dessen Stil sich auch die erfahrene deutsche Kanzlerin gewöhnen muss.

Ivanka Trump saß neben Merkel

Dazu gehört auch zu akzeptieren, dass die Familie des Milliardärs eine zentrale Rolle im Weißen Haus spielt. So saß denn auch Ivanka Trump, seine 35-jährige Tochter, am Tisch, als sich die beiden Delegationen zusammen mit Unternehmern in Wirtschaftsfragen austauschten. Ivanka Trump ist zwar selber Unternehmerin und berät ihren Vater auch in Wirtschaftsdingen. Aber: Einen offiziellen Posten hat sie nicht. Dennoch war sie es, die US-Medienberichten zufolge das Treffen organisiert hat. Angeblich auf Wunsch von Merkels Beratern.


Kommentar: Es war wahrscheinlich als nette Geste gedacht, denn Ivanka Trump ist schließlich eine Frau und ebenso befindet sich Merkel in einer sehr hohen Position als Frau.


Folgerichtig nahm Ivanka Trump wie selbstverständlich inmitten der deutschen Delegation Platz, direkt neben Merkel. Die wirkte etwas irritiert und bedachte Ivanka Trump mit fragenden Blicken. Doch im Laufe des Meetings taute das Eis zwischen den beiden Frauen zusehends und man sah sie scherzend und vertieft in angestrengten Diskussionen.