Wie angekündigt, hat die US-Raumfahrtbehörde NASA heute Abend auf ihrer Pressekonferenz ihre neue Entdeckung bekannt gegeben (wir berichteten). Es handelte sich um die neuesten Ergebnisse, die von der Raumsonde Cassini und dem Hubble-Teleskop von Saturns Mond Enceladus gewonnen werden konnten.

© NASA
Wie die NASA auf der Konferenz bekannt gab, haben die von Cassini gelieferten Daten nun bestätigt, was schon lange vermutet wurde: Unter dem dicken Eismantel des Saturn-Mondes Enceladus befindet sich ein Ozean. Zudem gäbe es Hinweise darauf, dass in den Tiefen des Ozeans hydrothermale Quellen aktiv sind. Über die Existenzhydrothermaler Quellen wurde bereits 2015 spekuliert, als Cassini durch eine Fontäne aus Dampf und Eiskristallen flog, die regelmäßig aus Enceladus Eismantel herausgeschleudert werden. Die Analyse ergab, dass es sich bei dem Gas um molekularen Wasserstoff handelt und als einzige mögliche Quelle kam nur eine hydrothermale Reaktion zwischen heißem Felsgestein und dem Wasser des vermuteten, verborgenen Ozeans.

Der Wasserozean in Verbindung mit den energiereichen hydro-thermalen Quellen ergeben eine außerordentlich große Wahrscheinlichkeit, dass sich dort unten auch Leben tummelt - denn Wärme und Wasser begünstigen die Entstehung von Leben. Doch ob sich in dem Ozean tatsächlich Mikroben oder sogar größere primitive Lebensformen entwickelt haben, müssen nun weitere Missionen klären.