© Filmplakat Predestination
Angefangen bei Klassikern wie »The Time Machine« über »Doktor Who«, »Zurück in die Zukunft« bis »Edge of Tomorrow« erfreuen sich seit Jahrzehnten die Menschen an den Geschichten über Zeitreisen in Science-Fiction-Filmen und -Literatur. Aber könnte es auch tatsächlich möglich sein, in die Vergangenheit oder Zukunft zu reisen? Gemäß Professor Ben Tippett liegen Zeitreisen nicht außerhalb der physikalischen Möglichkeiten.

Professor Ben Tippett ist Mathematiker und Physiker an der British Columbia-Universität (UBC) und erklärte am vergangenen Donnerstag in einem Interview für die UBC Okanagan News, dass Zeitreisen mathematisch gesehen eigentlich grundsätzlich möglich seien. Allerdings müsse man die drei räumlichen Dimensionen des Universums sowie die zeitliche Dimension als eine Einheit und nicht getrennt ansehen. Gemäß seinen Berechnungen müssten man diese Dimensionen nur vernetzen, um daraus ein Raum-Zeit-Kontinuum zu erschaffen. Dabei könnte eine Art »Blase« entstehen, die schneller als das Licht wäre und mittels der man auch Objekte transportieren könnte, um darin sowohl in die Zukunft als auch in die Vergangenheit zu reisen.

Tippetts Berechnungen beruhen auf die Relativitätstheorie von Albert Einstein, die eine Krümmung von Raum und Zeit beschreibt. „Mein Modell einer Zeitmaschine nutzt diese Theorie, um die Zeit für die Passagiere in einen Kreis zu krümmen und nicht geradlinig verlaufen zu lassen. Dieser Kreis lässt uns in der Zeit zurück reisen", erklärte er. Trotzdem glaubt er nicht, dass wir in naher Zukunft in der Lage sein werden, eine funktionsfähige Zeitmaschine bauen zum können. Zwar sei es mathematisch machbar, dennoch derzeit praktisch unmöglich, weil wir dazu Materialien wie exotische Materie benötigen würden, die wir erst noch entdecken müssen.

Gleichzeitig mahnte er aber, Zeitreisen grundsätzlich als reine Fiktion anzusehen, denn nur weil wir momentan nicht dazu imstande sind, bedeute es nicht, dass es unmöglich sei.