Russlands Präsident Wladimir Putin hat gefordert, die Entwicklungszeit für eine superschwere Trägerrakete um zehn Jahre zu verkürzen. Wie Vizeregierungschef Dmitri Rogosin am Montag nach einer Beratung zu Problemen der Raumfahrt in Moskau sagte, dürfte die neuartige Rakete etwa 2025 fertig sein.

Trägerrakete Russland
© Russian Defense Ministry
Noch im vergangenen März hatte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitgeteilt, dass die ersten Tests einer superschweren Rakete für 2035 geplant sind.

„Der Präsident stellte Roskosmos vor die Aufgabe, die Arbeiten durch die Entwicklung neuer Technologien zu beschleunigen.“ Rogosin zufolge ist die neue Rakete unter anderem für Mond-Flüge geplant.

Rogosin hatte Pläne zur Entwicklung einer superschweren Rakete im November 2016 bekannt gegeben. „Diese Drei-Stufen- Rakete wird es ermöglichen, die Idee einer Mond-Station zu realisieren.“

Im vergangenen April hatte der Raketenbauer Energija mit der Entwicklung von Basiselementen der Rakete begonnen. Energija-Chef Wladimir Solnzew zufolge werden die Arbeiten nicht nur aus dem Haushalt, sondern auch mit privatem Geld finanziert. „Aber es handelt sich nicht um eine kommerzielle Rakete. Alle Rechte werden an das Verteidigungsministerium übertragen“, sagte der Konzernchef.

Der Raketenbauer versprach ferner auch Touristenreisen um den Mond bereits 2021 oder 2022. „Ich denke, dass Energija bereit sein wird, als erstes Unternehmen solche Flüge spätestens 2022 auf dem internationalen Markt anzubieten“, hatte Solnzew gesagt.