Köln - Ein etwa fünfzehn Meter hoher Staubwirbel, auf einem Fußballfeld in Köln-Zollstock. Ein Sandsturm mit enormer Kraft. Was war da los? Trieb etwa ein Tornado mitten in Köln sein Unwesen?
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Das Video mit dem Titel „Tornado Zollstock" wurde bei Facebook bisher über 13.000 Mal aufgerufen und 122 Mal geteilt. Aber kann das wirklich sein? Ein Tornado, durch den die Fußballspieler offenbar sogar durchlaufen konnten?

Staubteufel auch bei sonnigem Wetter

Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärt das Phänomen: Er tippt bei dem seltsamen Sandwirbel auf einen Staubteufel, der zu den sogenannten Kleintromben gehört.

„Im Gegensatz zu einem Tornado kann ein Staubteufel völlig losgelöst von einer Schauer- oder Gewitterwolke auftreten. Also auch bei sonnigem Wetter", so Jung.


Sportplätze anfällig für Staubteufel

Der Meteorologe erklärt: „Wird der Erdboden an einem warmen Tag stark erhitzt, dann steigt die warme Luft schnell nach oben. Gerade bei dunklen Böden, wie dem braunen Sportplatz. Dann steigt die warme Luft schnell nach oben, kleinste Turbulenzen bei dem Aufstieg oder Windscherungen in vertikale oder horizontale Richtungen versetzen die aufsteigende Luft in Rotation und fertig ist der Staubteufel.”

Doch es braucht noch etwas mehr für einen echten Mini-Tornado. Jung erklärt weiter: „Man sieht diesen Staubteufel nur, wenn er - wie im Film - Material oder Staub nach oben führt. Das macht ihn dann sichtbar.”

Fazit: Das Video ist echt.

jba