Mit dem heftigsten Sturm seit 30 Jahren und starken Regengüssen hat ein Unwetter in Kapstadt großen Schaden angerichtet, mindestens fünf Menschen starben. Dabei braucht das Westkap eigentlich dringend Regen.
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Ein schweres Unwetter ist am Mittwoch über Kapstadt hinweggezogen. Nach Medienberichten kamen mindestens fünf Personen ums Leben, vier starben in einem Feuer, nachdem Stromkabel auf ihr Haus gefallen waren. Ein älterer Mann konnte sich nicht mehr aus seinem eingestürzten Haus retten. Der Wetterdienst hatte schon Tage zuvor gewarnt, dass sich ein „Monstersturm“ zusammenbraue und auf das für seine Stürme berüchtigte Kap der Guten Hoffnung zubrause. Es sollte der heftigste seit 30 Jahren sein.

Schulen und Universitäten in der Küstenstadt wurden vorsorglich geschlossen. Ein Einkaufszentrum musste geräumt werden, nachdem ein Dach schwer beschädigt wurde. Besonders hart trifft das Unwetter die Bewohner der Armensiedlungen, wo unzählige Behausungen aus Wellblech hinweggefegt wurden. Heftige Regengüsse führten zu Überflutungen. Notdürftig versuchten die Menschen sich gegen Kälte und Regen zu schützen. Nach Angaben der Stadt befinden sich das Militär, die Polizei und die Rettungsdienste im Dauereinsatz.

Im Westkap wartet man seit Monaten sehnsüchtig auf Regen. Anders als im restlichen Land herrscht in der Provinz extreme Dürre. Die Staudämme sind zu weniger als zehn Prozent gefüllt, Leitungswasser darf nur noch zum Trinken, Kochen und für essentielles Waschen verwendet werden. Notprogramme wurden gestartet, um weitere Wasserreserven anzuzapfen. Die Regengüsse werden eine leichte Entspannung bringen. Ein Ende der Wasserknappheit aber ist nicht in Sicht.

AFP