Als andere Länder in Russland einen ernsten Konkurrenten gesehen haben, haben sie sofort unter unterschiedlichen Vorwänden Einschränkungen gegen Moskau eingeführt. Dies sagte der russische Präsident Wladimir Putin am Donnerstag beim „Direkten Draht“, der alljährlichen TV-Sprechstunde mit seinen Mitbürgern.

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Dies war Putin zufolge schon in der ganzen Geschichte Russlands so. Wenn beispielsweise die Wiedervereinigung der Krim mit Russland nicht geschehen wäre, dann hätte sich der Westen einfach etwas anderes ausgedacht, um Russland einzudämmen.

Russlands Präsident betonte jedoch, dass die antirussischen Sanktionen die Wirtschaft des Landes nicht stark beeinflusst hätten. „Die Sanktionen haben sich natürlich auf die russische Wirtschaft ausgewirkt, aber am meisten haben sie die außenwirtschaftliche Konjunktur, darunter auch den Preisabbau für Energieträger, beeinflusst“, so Putin.

„Die Uno glaubt, dass wir wegen der Sanktionen zwischen 50 und 52 Milliarden US-Dollar verloren haben. Diejenigen, die die Sanktionen verhängt haben, haben 100 Milliarden verloren“, so der Staatschef weiter. „Das ist ein zweischneidiges Schwert und schadet allen.“

Der russische Präsident verwies zudem auf die Eindämmungspolitik der USA gegen Russland. Er betonte, dass die Sanktionen, darunter auch die jüngst vom US-Senat gebilligten, „aus dem Boden gestampft“ würden.

Am Mittwoch hatte der US-Senat mit Stimmenmehrheit (97 zu 2) den Gesetzentwurf zur Erweiterung der Sanktionen gegen Russland gebilligt.