Die japanische Weltraumbehörde Aerospace Exploration Agency (JAXA) will ihr bemanntes Raumfahrt-Programm erweitern und um das Jahr 2030 wieder Menschen auf dem Mond landen lassen.

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© dc2 / Global Look Press
Während die NASA, ESA und SpaceX den Schwerpunkt ihrer zukünftigen bemannten Raumfahrtprogramme auf den Mars verlagert haben, befindet sich Japans anvisiertes Himmelsobjekt viel näher und ihre Mission soll nach über 60 Jahren endlich wieder einen Menschen auf den Mond bringen. Denn Apollo 17 war in 1972 die letzte bemannte Mission zu unserem Trabanten und seit Eugene Cernan damals am 14. Dezember als letzter Mensch die Mondoberfläche verließ und zur Erde zurückkehrte, wurde sie bis heute nie wieder von Menschen betreten.

Dies soll sich jedoch in naher Zukunft ändern, denn neben China und der Europäischen Raumfahrtagentur ESA, die konkrete Gespräche über eine Zusammenarbeit bei dem Aufbau einer bemannten Station auf dem Mond bekannt gaben (wir berichteten), will nun auch Japan ihre Astronauten auf dem Erdtrabanten landen lassen.

Wie das Nachrichtenportal Phys.org berichtet, will die JAXA ihre bemannte Raumfahrt nicht weiterhin nur auf die nahegelegene Internationale Raumstation ISS beschränken, sondern sich zukünftig auch anspruchsvolleren Projekten widmen. Deshalb wollen sie sich an der NASA-Mission beteiligen, die in 2025 eine Raumstation in der Mond-Umlaufbahn errichten will, die als Zwischenstation für ihre bemannten Marsflüge dienen soll. Sobald diese Mond-Raumstation fertig gestellt ist, will Japan sie jedoch als Sprungbrett für ihre eigene Mission nutzen und Astronauten auf der Mondoberfläche landen lassen - vielleicht sogar auch als Teil einer gemeinsamen Mondlandungsmission mit der NASA zusammen.