
Bäume blockieren Bahngleise, Blitz setzt Haus in Brand
Im Kreis Gießen, im Lahn-Dill-Kreis und in der Wetterau fielen zahlreiche Bäume um und blockierten auch Fahrbahnen. Die Feuerwehr musste in Gießen mehrere Keller auspumpen. Im Stadtteil Allendorf wurde ein Dach abgedeckt.
Im Raum Limburg stürzten mehrere Bäume auf Bahngleise und machten die regionalen Strecken zwischen Limburg und Gießen sowie zwischen Limburg und Frankfurt vorübergehend unpassierbar, wie die Rettungsleitstelle berichtete.
Auf der Bahnstrecke zwischen Limburg-Eschhofen und Brechen-Niederbrechen saßen 53 Reisende mehr als zwei Stunden in einem Zug fest, nachdem eine Baumkrone auf einen Triebabnehmer gestürzt war. Zwischen Idstein und Limburg wurde ein Notverkehr mit Bussen eingerichtet.
Im Hünfeldener Stadtteil Kirberg wurde ein Haus durch Blitzschlag in Brand gesetzt. Verletzte gab es dort ersten Erkenntnissen zufolge nicht. Auch über Südhessen und den Rheingau waren Gewitter hinweggezogen. Hier gab es nach Angaben von Polizei und Rettungsdiensten aber keine größeren Einsätze. Stellenweise wurden Gullydeckel hochgehoben. Im Taunus fielen auf der Strecke der S3 zwischen Schwalbach Nord und Bad Soden Äste auf die Oberleitung.
Flughafen-Vorfeld mehrere Male gesperrt
In Frankfurt wurde wegen des Unwetters die Vorstellung eines Freiluftkinos abgesagt. Der Flughafen sperrte sein Vorfeld erstmals gegen 17.15 Uhr für etwa 20 Minuten wegen der Gefahr von Blitzschlägen. Zwei weitere Sperrungen erfolgten jeweils gegen 18.15 Uhr und 21 Uhr, wie ein Sprecher zu hessenschau.de sagte.
Ankommende Flieger durften zwar noch landen. Ebenso durften Maschinen, die die Türen bereits geschlossen hatten, starten. Weil sich bei Gewitter aber niemand im Freien aufhalten darf, wurde die Vorfeldabfertigung eingestellt. In der Vergangenheit waren Mitarbeiter auf dem Vorfeld durch Blitzschlag schwer verletzt worden. So schlug im Juni 2016 ein Blitz in das Headset eines 44-Jährigen ein.
Für die Passagiere in den ankommenden Maschinen bedeutete dies, dass sie sitzenbleiben mussten, bis das Vorfeld wieder freigegeben wurde. Insgesamt dauerten die Unterbrechungen der Abfertigung über anderthalb Stunden.
35 Starts nach 23 Uhr
Das brachte auch den Flugplan ordentlich durcheinander. Dem Sprecher zufolge wurden wegen des Gewitters rund 50 Starts und Landungen abgesagt. Es kam zu zahlreichen Verspätungen. 35 Flieger bekamen eine Ausnahmegenehmigung und durften trotz Nachtflugverbots nach 23 Uhr noch starten oder landen. Drei Flieger mit den Zielen Istanbul, Tunis und Dubai erhielten am Abend keine Starterlaubnis mehr und können erst am Freitag abheben, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport sagte.
Quelle: Klaus Pradella (hr-iNFO), dpa/lhe, hessenschau.de



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