
„Bei den Signalen handelte es sich um breitbandige, quasi-periodische und unpolarisierte Impulse mit sehr starken Streuungsmerkmalen“, erklärte Mendez, der zugleich Direktor des Planetary Habitability Laboratory ist und unterstreicht, dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit nicht um Interferenzen einer irdischen Quelle handeln, da sich das Signal auf Ross 128 konzentriere und schon bei der Beobachtung naher Sterne vor und nach dem der Rote Zwerg ins Visier genommen wurde, nicht geortet werden konnten.
Die Signale, so führ Mendez weiter aus, seien wahrscheinlich zu schwach, um mit anderen Radioteleskopen aufgefangen zu werden. Lediglich das neue, chinesische Riesen-Radioteleskop FAST (...GreWi berichtete) könnte die aufgefangen, befinde sich derzeit aber noch in der Kalibrierungsphase.
Statt jedoch schon jetzt von einem möglichen künstlichen Signal sprechen zu wollen, sollen zunächst weitere technische und astrophysikalische Quellen untersucht werden. Am wahrscheinlichsten erscheine derzeit, dass die Signale von Ausbrüchen des Sterns (sog. Flares) selbst ausgelöst werden oder von einem anderen nahen Objekt im Beobachtungsausschnitt stammen. Auch das Signal eines Satelliten auf einer hohen Umlaufbahn will Mendez derzeit noch nicht gänzlich ausschließen. „Jede dieser möglichen Erklärungen hat aber auch noch ihre Schwierigkeiten, die es jetzt gilt zu überprüfen. Die Alien-Theorie steht allerdings am Ende der Liste möglicher Erklärungen.“



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