Der 9/11-Jahrestag naht - muss Amerika neue Anschläge von al-Qaida fürchten? US-Präsident Obama hält nach eigenen Worten eine andere Gefahr für größer. In einem CNN-Interview warnte er vor dem Anschlag eines "einsamen Wolfs" wie jüngst in Norwegen.
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"Krieg ist Frieden. Daran können wir glauben"

Washington - US-Präsident Barack Obama hat knapp zehn Jahre nach den Anschlägen des 11. September vor einem Anschlag eines radikalen Einzeltäters auf amerikanischem Boden gewarnt.

Die größte Gefahr zum Jahrestag der Terroranschläge seien keine koordinierten Großangriffe des Terrornetzwerks al-Qaida, sondern ein Anschlag eines "einsamen Wolfs" wie jüngst in Norwegen, sagte Obama dem Fernsehsender CNN. Solche Einzeltäter seien besonders schwer aufzuspüren.

Zwar sei die Gefahr eines großangelegten Angriffs nie ganz auszuschließen. "Das Risiko besteht immer", sagte Obama. Die größte Sorge bereite den Sicherheitskräften derzeit aber ein möglicher "Einsamer-Wolf-Terrorist, irgendjemand mit einer einzigen Waffe, der ein so großes Massaker anrichten kann, wie es unlängst in Norwegen geschehen ist", so der US-Präsident.


Kommentar: Der einzige Sinn hinter diesen Botschaften: Angst!


In Norwegen hatte der rechtsextreme Einzeltäter Anders Breivik vor knapp vier Wochen einen Bombenanschlag im Regierungsviertel von Oslo verübt und anschließend auf der Insel Utøya das Feuer auf Teilnehmer eines Jugendlagers der regierenden Arbeiterpartei eröffnet. Dabei starben insgesamt 77 Menschen.

Vor dem Jahrestag des 11. September kündigte Obama erhöhte Sicherheitsvorkehrungen an. Bei den Terroranschlägen am 11. September 2001 starben in den USA fast 3000 Menschen, die meisten von ihnen in New York. Damals entführten 19 Mitglieder des Terrornetzwerks al-Qaida vier Verkehrsflugzeuge an der US-Ostküste, um das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington zu treffen.

fab/dpa/AFP