Wissenschaftler sind hinter (sic) dem Geheimnis der Goldfische gekommen, wie sie es schaffen, monatelang in eisbedeckten Teichen und Seen zu überleben.
Goldfisch
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Während wir Menschen nur wenige Minuten ohne Sauerstoff auskommen können, haben Goldfische eine bemerkenswerte Eigenschaft entwickelt, die es ihnen ermöglicht, über Monate hinweg in Gewässer zu überleben, die vollständig eingefroren sind. Wie sie diese Leistung vollbringen, war unseren Wissenschaftlern bislang ein Rätsel, doch jetzt hat eine neue Studie der University of Liverpool und der University of Oslo zum ersten Mal Licht in diesen geheimnisvollen Überlebensmechanismus gebracht: Sie produzieren Alkohol.

Wie die Wissenschaftler im Scientific Reports berichten, sind Goldfische in der Lage, bei Sauerstoffmangel zusätzliche Proteine zu aktivieren, welche die Milchsäure in ihrem Körper in Ethanol umwandeln und dadurch verhindern, dass sich schädliche Stoffwechselreste in ihrem Körper anreichern. Das bedeutet aber auch, dass je länger die Fische auf Sauerstoff verzichten müssen, umso höher ihr Blutalkohol steigt und dabei über 50 mg je 100 Milliliter erreicht werden können. Im übertragenen Sinne dürfte man eigentlich nicht mehr von Gold- sondern »Blaufische« sprechen.

Diese Fähigkeit erlaubt es den Goldfischen, sich dann auch in sauerstoffärmeren Gewässern aufzuhalten, die von anderen Fischarten gemieden werden.