Der Whistleblower und WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat einen umgehenden Sturz des US-Präsidenten Donald Trump als wahrscheinlich bezeichnet, sollte dieser seine Androhung vom Sonntag wahrmachen, den Handel mit China zu beenden.
Trump hatte auf Twitter erklärt, er erwäge
neben anderen Optionen auch jeden Handel mit all jenen Ländern zu beenden, die Geschäfte mit Nordkorea machen.
Assange antwortete auf den Beitrag mit einem Hinweis auf das bilaterale Handelsvolumen zwischen den USA und der Volksrepublik China:
90 Prozent des Handels von Nordkorea findet mit China statt. Sollte Trump den 650 Milliarden US-Dollar schweren Handel mit China blockieren, ist er sofort sein Amt los.
Dem Büro der US-Handelsrepräsentanz zufolge summiert sich den Daten des Jahres 2016 zufolge der Handel mit China auf 648,2 Milliarden US-Dollar. Dadurch ist China der "größte Warenaustauschpartner der USA" und der drittgrößte Exportmarkt für US-Produkte.
In einer Abfolge mehrerer Tweets hatte Trump Nordkorea als "Schurkenstaat und Bedrohung" bezeichnet. Die jüngsten Entwicklungen bezüglich Pjöngjangs nuklearer Möglichkeiten seien für die USA "sehr feindselig und gefährlich".
Unter den "anderen Optionen", von denen Trump sprach, um "unser Heimatland, unsere Territorien und unsere Verbündeten" zu verteidigen, befinde sich die "gesamte Bandbreite" an Optionen, darunter auch nukleare.
Am Sonntag hatte das nordkoreanische Staats-TV bekanntgegeben, das isolierte Land habe erfolgreich das Montieren einer Wasserstoffbombe auf eine ballistische Interkontinentalrakete getestet.




Kommentar: Der Tiefe Staat hat Trump in eine Ecke manövriert, aus der er nur schwer herauszukommen scheint. Sein Sturz würde den psychopathischen Strippenziehern nur zu gut passen. Und die Nordkorea-Krise ist nur einer dieser finsteren Schachzüge.
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