Während Portugals Feuerwehrleute am Wochenende gegen die verheerenden Waldbrände im Land ankämpften und dabei ihr Leben riskierten, erzeugte diese fürchterliche Katastrophe auch ein sehr seltenes Naturphänomen: Einen Feuertornado.

Wie der portugiesische Fernsehsender TVI berichtete, waren allein Sonntag 1.500 Feuerwehrleute damit beschäftigt, die sechs Waldbrände im Land zu löschen. Dabei entstand am Samstagabend die spektakuläre Aufnahme eines sehr seltenen Feuertornados.

Der Begriff Feuertornado ist ein wissenschaftlich nicht korrekter, aber im Sprachgebrauch verwurzelter Begriff für einen vertikalen, mit Flammen erfüllten Luftwirbel, der bei größeren Bränden entstehen kann. Anders als bei einem echten Tornado, entstehen diese Feuersäulen, wenn ein vertikaler Luftwirbel mit Flammen gefüllt wird - ähnlich wie bei einer Wasserhose. Durch diese Luftverwirbelungen werden die Flammen mit reichlich Sauerstoff gespeist, was zu einer noch stärkeren Brandsäule führt. Haben sie diesen Status erstmal erreicht, gelten sie als nicht mehr löschbar, allerdings lösen sich Feuertornados in der Regel bereits nach wenigen Minuten wieder auf.