Im Mai 2005 berichteten die Medien über das Verschwinden eines ganzen Sees in der Nähe von Moskau. Die Vertreter des russischen Katastrophenschutzministeriums sahen sich vor Ort um und hatten keine Erklärung dafür, wie der See über Nacht verschwinden konnte.
© Robert Felix
Symbolbild
Das spektakuläre Ereignis fand bei dem Dorf Nischni-Nowgorod, knapp 400 Kilometer östlich von Moskau statt. Über Nacht verschwand dort der etwa einen halben Kilometer lange und an der tiefsten Stelle 16 Meter tiefe »Weiße See von Bolotnikowo« spurlos und ohne ersichtlichen Grund. Der damals 74 Jahre alte Dobrjakow hatte es an jenem Frühlingsmorgen zuerst bemerkt. Dort, wo er einst dicke Karpfen gefangen hatte, sah er nur noch ein schlammigen Tümpel und ein paar zappelnde Fische.

In dem matschigen Boden konnten keine eindeutigen Spuren gefunden werden, die einen Hinweis darauf hätten liefern können, wohin es geflossen sein könnte. Die Einwohner und Experten waren ratlos. Es wurde sogar gemutmaßt, dass die USA ihre Finger im Spiel gehabt hätten. Später vermutete man, dass die Verschiebung von Erd- und Bodenschichten den See in die Tiefe gesaugt haben könnten.

Noch unheimlicher wurde die Sache für die dortigen Einwohnern, als einige Tage später aus dem wenige Kilometer entfernten Fluss Oka mehrere Angler plötzlich mächtige Karpfen aus dem Wasser zogen, denn normalerweise wurden in dem Fluss nie Karpfen gesichtet. Alte Menschen aus Bolotnikowo sollen sich daraufhin wieder daran erinnert haben, dass vor etwa 80 Jahren die Wäsche, die von den Frauen im Weißen See gewaschen wurde, plötzlich weg schwamm und Tage später in der Oka wieder auftauchte.

Wenn diese Geschichte stimmen sollte, könnte es die Theorie bestätigen, dass der Weiße See von Bolotnikowo vielleicht aufgrund einer Verschiebung von Erd- und Bodenschichten unterirdisch in den Fluss Oka abgeflossen sein könnte.