getreide, weizen
© Sputnik/ Witali Timkiw
Vor dem Hintergrund der Berichte über hungernde Zivilisten hat die syrische Armee in den befreiten Gebieten in Deir ez-Zor und Homs nach eigenen Angaben Tausende Tonnen Getreide und Mehl entdeckt, die die Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) in den von ihr besetzten Städten geplündert haben soll.

Mindestens 1000 Tonnen Getreide seien in al-Mayadin entdeckt worden, meldet die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana am Dienstag. Diese Kleinstadt in der östlichen Provinz Deir ez-Zor war im Oktober den IS-Dschihadisten entrissen worden.

Im Distrikt Muhassan, westlich von al-Mayadin, stellten die Soldaten nach Angaben der Agentur insgesamt 600 Tonnen Weizen in einem unter der Erde getarnten Depot sicher. Weitere mehr als 200 Tonnen Weizen und 24 Tonnen Mehl seien in Chatl gefunden worden.

Im Osten der zentralsyrischen Provinz Homs seien in der vergangenen Woche IS-Lager mit insgesamt 5500 Tonnen Weizen entdeckt worden. Nach Erkenntnissen von Sana war es den IS-Dschihadisten im Krieg gelungen, mehrere tausend Tonnen gestohlenes Getreide ins Ausland zu schmuggeln.

In der vergangenen Woche hatten die Bild-Zeitung und andere westliche Medien den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad beschuldigt, Hunderttausende Menschen in Ost-Ghouta, einem östlichen Vorort der Hauptstadt Damaskus, einer Hungerblockade auszusetzen.

Augenzeugen vor Ort berichteten gegenüber Sputnik indes, dass es in Ost-Ghouta keine Probleme mit Lebensmitteln gäbe.