russische forscher bieten Prämoen für echte Hellseher
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Eine Million Rubel, wenn der Houdini Text bestanden wird
Russische Wissenschaftler bieten jedem eine hohe Geldprämie an, der seine hellseherischen Fähigkeiten eindeutig nachweisen kann.

Fernsehsendungen über Geister, Hellseher oder anderer paranormaler Themen sind in Russland noch populärer als in Nordamerika, bis zu einem Fünftel der Russen haben sogar mindestens einmal in ihrem Leben ein Medium aufgesucht. Doch nicht jeder glaubt an diese vermeintlich übersinnlichen Phänomene und wie in den USA, wächst auch in Russland die Zahl der Wissenschaftler und Skeptiker, die sich für die Entlarvung von Schwindlern und Betrügern einsetzen, die mit ihren vorgetäuschten Parafähigkeiten nur ihren finanziellen Nutzen suchen.

Der russische Harry-Houdini-Preis (nach dem ehemaligen amerikanischen Entfesselungs- und Zauberkünstler Harry Houdini benannt) ist ein solches Mittel, Scharlatane von echten medial begabten Menschen zu unterscheiden. Er ist mit einer Million Rubel (ca. 14.500 EUR) dotiert und wird jedem ausgehändigt, der seine Fähigkeiten als Hellseher unter Beweis stellen kann.

Der Preis wurde von dem Wissenschaftler Alexander Panchin sowie dem Skeptiker Mikhail Lidin ins Leben gerufen und dient als finanzieller Anreiz, um vermeintliche Hellseher zu locken und den Zuschauern zu zeigen, warum sie nicht alles glauben sollten, was sie auf ihren Bildschirmen sehen. Dazu werden bekannte Hellseher aus den TV-Shows eingeladen, damit sie ihre zuvor gezeigten Fähigkeiten unter wissenschaftlich kontrollierten Bedingungen noch einmal wiederholen. Einige Hellseher und Hellseherinnen haben auch schon bereits an diesen Houdini-Test teilgenommen - jedoch ohne Erfolg.

"Diese Fernsehsendungen führen dazu, dass Menschen Geistheiler und Wahrsager aufsuchen, sich für wertlose oder sogar potenziell schädliche mediale Ausbildungskurse anmelden und ihr Geld für Betrüger ausgeben", sagte Lidin der BBC News.