Justizvollzugsanstalt Moabit (Berlin)
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Die 39-jährige Anwältin Stephanie B. steht vor Gericht, weil sie angeblich Drogen ins Gefängnis geschmuggelt hat. Im Zuge der Ermittlungen stellte es sich heraus, dass sie intime Beziehungen zu mehreren Klienten unterhalten haben soll, berichtet die "Berliner Zeitung" am Montag.

Demzufolge muss die Anwältin sich wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz verantworten. Sie soll 2015 Tilidin, das bei Konsumenten Euphorie und Überlegenheitsgefühl hervorruft, in die Justizvollzugsanstalt Moabit geschmuggelt und an einen Mandanten übergegeben haben.

Der Staatsanwaltschaft liegt außerdem ein Video vor, das die 39-Jährige beim Sex mit einem Häftling in einem Anwaltszimmer zeigt. Das soll kein Einzelfall gewesen sein.

Das Verfahren gegen Stephanie B. vor dem Amtsgericht beginnt am 18. Dezember. Bei einer Verurteilung drohe der Juristin entweder eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe, so die Zeitung. Die Beschuldigte dürfe vorerst als Anwältin weiterarbeiten. Sollte sie zu einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr verurteilt werden, verliere sie ihre Zulassung.