Nach den bisher recht erfolgreichen Annäherungsversuchen zwischen Nord- und Südkorea, positiven Signalen aus der Trump-Regierung und einer gleichzeitig grassierenden Propagandawelle gegen diese Entwicklungen aus dem US-Establishment, setzten sich Vertreter der Sükoreaner jetzt diplomatisch aktiv in Washington, Moskau, Peking und in Tokio für den weiteren Ausbau dieser friedlichen Annäherung ein.

Trump Südkorea
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Der südkoreanische Sicherheitsberater Chung Eui-yong mit Donald Trump, Washington, USA, 8. März 2018.
Wo und wann es zu einem Treffen Trumps und Kim Jong-uns kommen wird, ist noch nicht bekannt. Schweden bietet sich als Gastgeber an. Vertreter Südkoreas reisen von Washington über Moskau, Peking und Tokio, um für die Diplomatie zu werben.
Angedrohte Sanktionen, ausgehend vom US-Establishment, könnten diese positive Stimmung jedoch schon bald verfliegen lassen.
Trotz dem Willen der Diplomatie haben die USA angekündigt, neue Sanktionen gegen Nordkorea zu verhängen. Diese begründen sie mit dem Mord an Kim Jong-uns Halbbruder Kim Jong-nam. Dieser sei an dem Nervengift VX gestorben, das als verbotener Kampfstoff eingestuft wird. Washington macht Pjöngjang für den Mord verantwortlich. Kim Jong-nam wohnte mit seiner Familie in Macau.
Trotz dieses wahnsinnigen Versuches der US-Elite (bzw. des Tiefen Staates), diese positiven Entwicklungen (u.a. durch fragwürdige Vorwürfe) zu sabotieren, geben weder Nordkorea noch Südkorea oder Trump auf, auch weiterhin an diplomatischen Fortschritten zu arbeiten:
Die Einladung Kim Jong-uns zu einem diplomatischen Gespräch mit seinem amerikanischen Amtskollegen hatte Donald Trump angenommen. Eine südkoranische Delegation, zunächst ohne den Präsidenten Moon Jae-in, war nach Pjöngjang gereist. Das Treffen war ein Erfolg. Beide Seiten bewerteten die Gespräche als positiv. Zu einem möglichen Treffen hatte die Pressesprecherin der Weißen Hauses, Sarah Sanders zuvor gesagt:
Dieses Treffen wird nicht ohne konkrete Handlungen [Nordkoreas] stattfinden, was die Realisierung der Versprechungen bestätigt, die Nordkorea zuvor gemacht hat.
Am Sonntag kehrte der südkoreanische Sicherheitsberater Chung Eui-yong zurück aus Washington, nachdem er die Ergebnisse des Besuchs der südkoreanischen Delegation in Nordkorea dem amerikanischen Präsidenten überbracht hatte:
Dank der Unterstützung der Bevölkerungen, entschieden die beiden Koreas Ende April eine Zusammenkunft abzuhalten, auf die Gespräche zwischen den USA und Nordkorea folgen werden. Wir werden mit Nachdruck die diplomatischen und administrativen Bemühungen vorantreiben, um die beiden Gipfel durchzuführen.
Begleitet wurde Chung Eui-yong vom Leiter des südkoreanischen Inlandsgeheimdiensts Suh Hoon. Am Donnerstag trafen sie in Washington auf Donald Trump. Am Montag plant Suh, nach Japan zu reisen, während Chung in Peking und Moskau weilen wird, um die dortigen Regierungen über die Fortschritte in der Annäherung zu informieren. China sprach sich dafür aus, dass die Gespräche zwischen Washington und Pjöngjang bald stattfinden sollten, bevor die gute Stimmung auf der koreanischen Halbinsel wieder verpufft. Nordkorea hatte keine weiteren Atomwaffentests durchgeführt und die USA auf Bitten Seouls im Zuge der Winterspiele Militärmanöver verschoben.

Auf Twitter schrieb Trump:
Nordkorea hat seit dem 28. November 2017 keine weiteren Rakentests durchgeführt und auch während der Gespräche versprochen, das nicht zu tun. Ich glaube, sie werden ihr Versprechen ehren.