• US-Medienberichten zufolge wurde nach dem Zwischenfall in der Luft eine Frau beinahe aus einem der zerborstenen Fenster gesogen. Andere Passagiere zogen sie noch zurück.
  • Ob es sich bei der Passagierin um das bestätigte Todesopfer handelt ist unklar.
  • Sieben Menschen erlitten leichte Verletzungen.
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© NTSB/Reuters
Nach der Notlandung eines Passagierflugzeuges in der US-Großstadt Philadelphia ist eine Person gestorben. Es gebe einen Todesfall, sagte ein Vertreter der Nationalen Behörde für Transportsicherheit auf einer Pressekonferenz. Sieben Menschen erlitten der Feuerwehr zufolge leichte Verletzungen, sie mussten aber nicht im Krankenhaus behandelt werden.

Die Boeing 737 der Southwest Airlines hatte offenbar in etwa 9000 Metern Flughöhe einen schweren Triebwerksschaden erlitten. Ein Triebwerk explodierte, dabei lösten sich Teile und beschädigten ein Fenster sowie den Flugzeugrumpf. Dem Nachrichtensender NBC10 zufolge wurde eine Frau nach der Explosion teilweise aus dem zerborstenen Fenster gesogen. Mehrere Passagiere hätten sie zurück in das Flugzeug gezogen, doch die Notfallmaßnahmen seien nicht erfolgreich gewesen.

Von offizieller Seite gab es zunächst keine Bestätigung, dass es sich bei dem Todesopfer um die Frau handelt.


Kommentar: Nach Neuesten Informationen handelt es sich dabei um die Frau.


Noch in der Luft hatte einer der Passagiere ein Facebook-Livevideo gestartet und über die dramatischen Vorgänge berichtet. Dem US-Sender CBS News sagte Marty Martinez später, nach der Explosion des Triebwerks habe es sich etwa zehn bis 15 Minuten lang so angefühlt, als befinde sich das Flugzeug im freien Fall. "Als das Fenster geborsten ist und die Flugbegleiter angefangen haben zu weinen, wussten wir, dass es nicht gut aussieht."


Das Flugzeug war auf dem Weg von New York in die texanische Stadt Dallas. Nach Angaben der Fluggesellschaft befanden sich 143 Passagiere und fünf Crewmitglieder an Bord der Maschine.

Southwest-Chef Gary Keller wandte sich nach dem schweren Zwischenfall in einem Youtube-Video an die Öffentlichkeit. "Dies ist ein trauriger Tag", sagt er in dem anderthalbminütigen Clip. "Im Namen der gesamten Southwest-Familie möchte ich der Familie und allen Angehörigen unseres verstorbenen Kunden mein tiefstes Mitgefühl aussprechen." Die Airline werde vollumfänglich mit den Behörden kooperieren, um den Grund für den Triebwerksausfall zu ermitteln