
© dpaBlitze am Himmel über Wackenheim.
Schwere Unwetter sind bis in die Nacht hinein über weite Teile Deutschlands hinweggezogen. Vielerorts mussten die Feuerwehren wegen umgestürzter Bäume, blockierter Straßen und Bahnstrecken sowie vollgelaufener Keller ausrücken. Es entstanden Schäden in Millionenhöhe.
Ein besonders heftiges Gewitter tobte über Rheinland-Pfalz. In den Rheinanlagen von Koblenz wurde eine 36-jährige Frau von einem herabstürzenden Ast einer Kastanie erschlagen, wie die Polizei mitteilte. Die Bundesgartenschau musste wegen des heftigen Sturms vorzeitig schließen. Drei Besucher wurden durch umherfliegende Äste oder Sonnenschirme verletzt. Im Stadtgebiet wehten Teile von Dächern umher, zahlreiche Bäume knickten um, große Hagelkörner zerschlugen Fensterscheiben. Mehr dazu beim SWR.
Bahn- und Verkehrswege zeitweise gesperrtAm Niederrhein führten von Sturmböen begleitete Gewitter zur Sperrung von drei Bahnstrecken. Erst am Freitagabend lief der Bahnverkehr wieder störungsfrei. Auch auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen sorgte der Wetterumschwung für Behinderungen. In Xanten (Kreis Wesel) entwickelte sich während eines Unwetters eine Windhose, die Dächer abdeckte und einen Lkw auf die Seite warf. Mehr dazu beim WDR.
Mit Blitz und Donner hat sich der Hochsommer auch in Hessen verabschiedet. Der Deutsche Wetterdienst hatte hier zuvor vor schweren Sturmböen, Starkregen und Hagel gewarnt. In Frankfurt am Main ergriffen wegen des Unwetters viele Besucher des Museumsuferfestes die Flucht. Mehr beim HR.
Unfall mit HeißluftballonEine schwarze Wolkenwand stand auch über Norddeutschland - unterbrochen von einer Vielzahl grell aufleuchtender Blitze. Durch starken Wind brachen oder entwurzelten Bäume. Im niedersächsischen Adelebsen wurden gegen 19.00 Uhr drei Heißluftballons von einer Windböe erfasst. Bei der Notlandung wurden Insassen eines Korbes teilweise herausgeschleudert, andere sprangen heraus. Nach Angaben der Polizei wurden mindestens zehn Menschen verletzt, vier von ihnen schwer.
Zwischen Oldenburg und Leer in Niedersachsen war die Bahnstrecke bis zum Morgen gesperrt, weil ein Zug der Nordwest-Bahn am Freitag auf einen entwurzelten Baum geprallt war. Verletzt worden sei bei der Kollision niemand, teilte ein Sprecher der Bundespolizei mit.
Immer wieder wurden die Einsatzkräfte gerufen, weil wegen des Starkregens Keller und Geschäftsräume vollgelaufen waren. Im schleswig-holsteinischen Tangstedt verursachte vermutlich ein Blitzeinschlag das Großfeuer in einem Einfamilienhaus. In Hamburg rückte die Feuerwehr mehr als 80 Mal aus. Alleine ein vom Blitz getroffener Baum, der auf ein Flachdach und vier Autos stürzte, richtete großen Sachschaden an. Zudem musste wegen des Unwetters ein Konzert im Stadtpark abgebrochen worden. Mehr dazu beim NDR.
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