Nach dem heftigen Unwetter in der Moselgemeinde Veldenz schätzt Ortsbürgermeister Norbert Sproß den Schaden auf mindestens 30 Millionen Euro. Die Dächer von 300 bis 350 Häusern seien am Freitag vom Hagel durchschlagen worden, sagte Sproß (Freie Wählergruppe) am Montag in Veldenz (Kreis Bernkastel-Wittlich).
Unwetterschäden
© volksfreund.deDie Unwetterschäden in Veldenz belaufen sich auf 30 Millionen Euro.

Hinzu kämen total beschädigte Autos und Wasserschäden in den Häusern. Es werde mindestens ein halbes Jahr dauern, bis die Schäden repariert seien. Die Hagelgeschosse seien so groß wie kleine Pflastersteine gewesen.

«Wir hoffen jetzt auf unbürokratische Hilfe vonseiten der Politik», sagte der Ortsbürgermeister. Es müsse einen Fonds für jene Einwohner geben, die nicht ausreichend versichert seien. Die Löcher in den Dächern waren zunächst notdürftig mit Planen abgesichert worden. Sproß zählt in seinem Dach allein hunderte Löcher. «Es war dramatisch. Wie nach einem Bombenangriff», sagte er.
Manche Familien des knapp 1000 Einwohner zählenden Ortes seien vorübergehend zu Verwandten gezogen. In den Weinbergen rund um den Mittelmosel-Ort sei etwa die Hälfte der Weinernte zerstört worden, sagte Sproß. Das Unwetter hatte auch in den Veldenzer Nachbargemeinden Burgen, Brauneberg, Mülheim und Kröv gewütet, Veldenz war aber nach Angaben der Polizei am stärksten betroffen gewesen.

dpa/lrs