Abgeordnete von CDU und SPD wollen mit einem neuen Vorschlag an Russland und die USA die Gefahr eines nuklearen Wettrüstens in Europa bannen. Der CDU-Parlamentarier Roderich Kiesewetter und der SPD-Abgeordnete Rolf Mützenich regten in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung an, dass Russland seine umstrittenen neuen Marschflugkörper vom Typ SSC-8 so weit nach Osten verlegt, dass sie Europa nicht mehr erreichen können.Das Problem bei dem Vorschlag ist nicht Russland, sondern westliche Staaten, die amerikanische Waffen und Stationen an Russlands Grenze installierten und aufbauten. D. h. nicht Russland soll sich auf sein eigenes Territorium zurückziehen, sondern die westlichen Provokateure sollten abgezogen werden.
- T-Online
Die Idee der Abgeordneten geht noch ein Stück weiter:
Im Gegenzug sollten die USA eigene Abschussanlagen in Europa für russische Kontrollen öffnen, schlugen Kiesewetter und Mützenich vor. Dies betreffe die Startrampen für defensive Abfangraketen in Rumänien und in Zukunft auch in Polen. Von diesen behauptet Russland, sie könnten auch für Angriffswaffen genutzt werden.Russland beschwert sich hier zu Recht, wie so oft. Die einfachste Lösung ist, wie bereits oben genannt, wenn sich die NATO vollkommen zurückzieht.
- T-Online
Eines ist Rolf Mützenich aber zu Gute zu halten, denn im November letzten Jahres äußerte er Folgendes:
"Auch wenn der INF-Vertrag nicht fortbestehen sollte, darf Deutschland nicht zum Austragungsort atomarer Kriegsspiele werden", erklärte Mützenich. "Wir werden einer Stationierung neuer US-Mittelstreckenwaffen nicht zustimmen", betonte er. Es gebe keine militärische Lücke zwischen den USA und Russland, wie einige immer wieder behaupten. Vielmehr müsse man alles dafür tun, damit das Denken in nuklearen Kategorien nicht wiederkehre.Warum kann Mützenich leider im aktuellen Fall nicht 1 und 1 zusammenzählen und das größere Bild erkennen? Dass jegliche Stationierung von Raketen in der Nähe von Russlands Grenze die Lage nicht stabilisiert?
- Sputniknews




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