Nachdem Russland in Reaktion auf den Ausstieg der Amerikaner aus dem INF-Vertrag das Abkommen ebenfalls aufgekündigt hat, offenbarte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Dienstag bereits konkrete Pläne zur Entwicklung neuer bodengestützter Raketen.
Sergej Schoigu

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In den Jahren 2019 bis 2020 werde der Bau der landgestützten Variante des Marschflugkörpers "Kalibr" mit einer größeren Reichweite geplant. Schoigu betonte, dass sich die "Kalibr"-Marschflugkörper im Syrien-Konflikt bewährt hätten.
"Außerdem muss man die Reichweite der bodengestützten Raketenkomplexe erhöhen, die derzeit entwickelt werden", betonte der Verteidigungsminister.
~ Sputnik
Diese Reaktion auf die Entwicklung von landgestützten Raketen mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern wurde von Wladimir Putin angeordnet.
Am Samstag hatte Putin erklärt, dass auch Russland als Reaktion auf die Aufkündigung des Abkommens durch die USA den INF-Vertrag aussetzt.

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Laut Putin sind neue Verhandlungen mit den USA zu diesem Thema nicht geplant. Russland hofft stattdessen auf eine in der Zukunft greifende Reife des US-Imperiums in Sachen Umgang mit Russland:
"Wir wollen warten, bis unsere Partner reif genug sind, um mit uns einen gleichwertigen und sinnvollen Dialog über dieses wichtige Thema zu führen."

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