Jürgen Trittin gab ein Fazit in der Frankfurter Rundschau zu der Münchner Sicherheitskonferenz in diesem Jahr. Dabei betonte er, dass ein Wettrüsten und weitere Militärausgaben die Spannungen zwischen den Atomgroßmächten nicht lindern werden. Trittin forderte dabei Folgendes:

jürgen trittin
© Adam Berry/Getty Images
Denn derzeit lebten wir in einer "Welt multipolarer, häufig autokratischer Atommächte", bei denen die Drohung mit dem gegenseitigen Selbstmord einfach leerlaufe, äußerte Trittin.

Daraufhin beharrte er auf der Relevanz des UN-Atomwaffenverbotsvertrags und forderte eine europäische Abrüstungsinitiative.

"Denn Sicherheit in Europa gibt es nur mit Russland. Die Nato sollte anbieten, ihre taktischen Atomwaffen aus Europa abzuziehen und außerdem auf die US-Raketenabwehr National Missile Defense (NMD) zu verzichten - wenn Russland ebenfalls zu Abrüstungsschritten bei Iskander-Raketen und Marschflugkörpern bereit ist", schließt er.

- Sputniknews
So ein Angebot hat noch niemand an Russland gerichtet, aber es ist vorstellbar, dass Russland auf ein solches Angebot positiv reagieren würde. Denn es wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Es wäre gut, wenn Trittin die Aussage nicht nur einer Zeitung gegenüber äußert, sondern sie im auswärtigen Ausschuss auch vorbringt. Doch dort ist er nur einer von vielen. Ob er sich am Ende auch traut und überhaupt Einfluss hat, steht auf einem anderen Blatt.