Bei heftigen Regenfällen mit Überschwemmungen und Erdrutschen sind in Südafrika mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. Soldaten unterstützen die Rettungskräfte im Osten und Süden des Landes.
überschwemmung südafrika
Rund um die südöstliche Hafenstadt Durban haben tagelange heftige Regenfälle für Überschwemmungen und Erdrutsche gesorgt, zahlreiche Straßen und Häuser wurden überflutet. Dabei sind nach Behördenangaben mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen.

Einsatzkräfte haben bislang 51 Leichen gefunden. Die Suche nach weiteren Opfern wurde fortgesetzt, sagte Nomusa Dube-Ncube von der Provinzregierung KwaZulu-Natals dem Radiosender "SA FM". An einigen Orten waren über Nacht rund 30 Zentimeter Regen gefallen.

Ein Sprecher des örtlichen Rettungsdienstes sagte, der Regen habe in Durban zahlreiche Häuser beschädigt. Die Todesopfer seien entweder von Erdmassen erdrückt worden oder im Hochwasser ertrunken. Unter den Toten seien auch ein sechs Monate altes Baby und ein etwa zehnjähriges Kind, sagte Dube-Ncube. Mehr als 1000 Menschen hätten ihre Häuser verlassen müssen und seien in Notunterkünften untergebracht, schrieb Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa auf Twitter.

Soldaten unterstützen Rettungskräfte

Die am schwersten betroffenen Regionen liegen im Osten und Süden des Landes. Dorthin wurden Soldaten zur Unterstützung der Rettungskräfte entsandt. Die Helfer kämpften gegen überflutete Straßen und verstopfte Abwasserkanäle. Zudem stürzten Strommasten um. Von den Fluten betroffene Menschen erhielten Lebensmittel.

Staatschef Ramaphosa reiste in das Katastrophengebiet im Osten des Landes, um sich vor Ort ein Bild von den Zerstörungen zu machen. "Unsere Herzen sind insbesondere bei den Familien und Gemeinschaften, die direkt von Tod, Verletzungen und dem Verlust von Besitz betroffen sind", sagte Ramaphosa. "Diese Lage erfordert von uns allen, als Land an einem Strang zu ziehen", appellierte der Präsident an die Bevölkerung.

Nach Angaben Dube-Ncubes hatte die Provinzregierung in den vergangenen Jahren versucht, die Bewohner der häufig informellen Siedlungen in tiefer gelegenen Gebieten umzusiedeln. Es werde nun weiter über solch langfristige Lösungen verhandelt, sagte sie.

Meteorologen warnten vor weiteren schweren Niederschlägen in der Region.