Nachdem US-Präsident Donald Trump letzte Woche in letzter Sekunde einen Militärangriff auf den Iran verhindert hat, den sein berühmt-berüchtigter Sicherheitsberater John Bolton und andere Kriegstreiber in seiner Regierung geplant hatten, sprach Trump in einem Interview über Bolton. Dabei stellte er fest, dass es sich bei Bolton um einen Falken bzw. Kriegstreiber handelt, nach dessen Gusto man gegen die ganze Welt auf einmal kämpfen sollte.
John Bolton, asesor de Seguridad Nacional de EE.UU. (dcha.) y el presidente de EE.UU., Donald Trump, en Washington, 9 de abril de 201

John Bolton und Donald Trump
Donald Trump hat bestätigt, dass sein oberster außenpolitischer Berater John Bolton die USA in mehrere internationale Konflikte verwickeln möchte. Doch der US-Präsident besteht darauf, dass er das letzte Wort darüber hat, ob amerikanische Raketen gegen den Iran fliegen sollen.

In einem am Sonntag ausgestrahlten Interview der Sendung "Meet the Press" bei NBC fragte Moderator Chuck Todd den Präsidenten, ob er von seinen Beratern "in eine militärische Aktion gegen den Iran gedrängt" werde - vermutlich als Hinweis auf die aggressiven Äußerungen des Nationalen Sicherheitsberaters John Bolton.


~ RT Deutsch
Im Wortlaut sagte Trump:
"Ich habe zwei Gruppen von Leuten: Ich habe Tauben und ich habe Falken", antwortete Trump. "John Bolton ist absolut ein Falke. Wenn es an ihm läge, würde er es mit der ganzen Welt auf einmal aufnehmen, okay?"

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Des Weiteren betonte der Präsident, dass er beide Seiten an seiner Seite haben will:
Trump räumte weitere Bedenken über den Einfluss Boltons, der während der Regierungen von Ronald Reagan und George W. Bush schon im Weißen Haus gedient hat, aus.

"Das spielt keine Rolle, weil ich beide Seiten will", sagte Trump.

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Folgender Spruch kommt einem dazu in den Sinn:
"Halte deine Freunde nahe und dein Feinde noch näher".
Trump wies ebenfalls zu Recht darauf hin, dass er im Gegensatz zu ziemlich jedem anderen US-Präsidenten noch keinen Krieg vom Zaun gebrochen hat und dies auch vor dem Irakkrieg und anderen Einsätzen im Nahen Osten nicht befürwortet hat:
Trump verteidigte seine Bilanz der Bewahrung des Friedens. Er hatte sich schon im Jahr 2003 gegen die Invasion des Iraks ausgesprochen. Vor vier Tagen entschied er, einen Angriff gegen den Iran als Reaktion auf einen Drohnenabschuss abzubrechen, weil er nicht "verhältnismäßig" gewesen wäre und mit "150 Toten" geendet hätte.

Dies war schon das zweite Mal innerhalb von 24 Stunden, dass Trump gezwungen war, Bolton zu unterstützen. Am Samstag sagte er, dass der Beamte "einen sehr guten Job macht", fügte aber hinzu, dass er "sehr verschiedener Meinung" mit ihm über den Nahen Osten sei.

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Bolton selbst verbrachte den Sonntag bei seinen Kriegstreiberfreunden in Israel.
Von dort aus warnte er Teheran davor, "die Vorsicht der USA und die Diskretion nicht mit Schwäche zu verwechseln" und forderte sein Publikum auf, "dran zu bleiben" für die weitere Entwicklung des Patts.

Nach seiner Ernennung im vergangenen Jahr hat Bolton seinen Posten genutzt, um sich für einen Regimewechsel im Iran und in Venezuela einzusetzen. Er gilt als Architekt der verstärkten Versuche, Präsident Nicolás Maduro zu stürzen.

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