Nach der undemokratischen Wahl von Ursula von der Leyen zur EU-Kommissionschefin hat sich der russische Außenminister Sergej Lawrow heute über die zukünftigen Beziehungen zwischen der EU und Russland mit Von der Leyen an der Macht geäußert. Dabei betonte Lawrow, dass sich Russland nicht auf Worte konzentrieren wird, sondern lediglich auf Taten.
Lawrow Maas
Russland wird sich in seiner Arbeit mit der neuen EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen nicht auf verbale Erklärungen, sondern auf konkrete Taten orientieren. Das erklärte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag.

Von der Leyen war am Dienstag vom Europaparlament nach langwierigen Diskussionen mit knapper Mehrheit von 383 der erforderlichen 374 Stimmen zur EU-Kommissionspräsidentin gewählt worden.

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Auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas in Bonn, sagte Lawrow: "Wir sind Pragmatiker" in Bezug auf die Frage:
[O]b er eine Verschlechterung der Beziehungen zu Brüssel nach dieser Neuernennung befürchtet. Von der Leyen ist durch ihre harte Position Russland gegenüber bekannt.
"Ich hoffe, dass die neuen Kommissionsmitglieder die Beziehungen zur Russischen Föderation 'inventarisieren'. Wir werden reagieren, wenn sie ihre Position zur weiteren Entwicklung der Beziehungen präsentieren. Wir sind bereit, so weit voranzugehen, wie unsere Partner auch dazu bereit sind", sagte der russische Chefdiplomat.
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