Bahnhofgleise
© Reuters / Kai Pfaffenbach
Symbolbild: Bahnhof Hanau, Deutschland, 10. Dezember 2018.
Jackson B. stieß am Bahnhof in Voerde eine Frau vor einen einfahrenden Zug. Einem psychiatrischen Gutachten zufolge war der Täter zum Zeitpunkt der Tat nicht voll schuldfähig und soll in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen werden. Nachbarn warnten vor dem aggressiven Mann.

In weiteren Untersuchungen soll die Schuldfähigkeit des Serben kosovarischer Herkunft geklärt werden. Der Polizei war Jackson B. durch Delikte wie Diebstahl, Körperverletzung und Freiheitsberaubung bekannt. Eine Anwohnerin beschrieb, wie er seine Nachbarn tyrannisierte:
Der hat stundenlang von seinem Fenster aus die Leute angepöbelt und bedroht.
Polizeieinsätze brachten für die Nachbarn immer nur eine kurze Ruhephase. Die Staatsanwaltschaft aber erkannte die Warnungen der Menschen aus seinem Umfeld nicht an. Es hätte keine Veranlassung gegeben, ihn "als tickende Zeitbombe" anzusehen.

Der Staatsanwalt Alexander Bayer erklärte gegenüber Focus:
Ich habe heute einen entsprechenden Antrag beim Amtsgericht gestellt. Es gibt daher starke Anhaltspunkte dafür, dass der Beschuldigte zur Tatzeit aufgrund seiner psychischen Probleme nicht voll schuldfähig ist.
Die 34 Jahre alte Mutter starb am 20. Juli durch einen einfahrenden Zug in Voerde (Westfalen). Die Polizeisprecherin Jacqueline Grahl sagte über die Tat:
Er (Jackson B.) hat nicht vorher mit ihr (der Frau) gesprochen, geredet. Er soll zu ihr hingegangen sein und sie gestoßen haben.
Eine Beziehung zwischen dem Opfer und dem Täter gab es nicht. Der Täter erinnert sich nach eigenen Angaben nicht an die Tat.