Vier tote Polizisten, der Angreifer erschossen: Bei einer Messerattacke in der Pariser Polizeipräfektur hat es laut französischen Medien ein Blutbad gegeben. Das Motiv ist bisher unklar.
messerangriff paris
Bei einem Messerangriff im Pariser Polizeipräsidium sind mindestens vier Polizisten getötet worden. Nach Angaben des Sekretärs der Polizeigewerkschaft Alliance Police Nationale, Loïc Travers, ging ein Mitarbeiter auf Kollegen los. Er verletzte vier Polizisten tödlich, bevor er gestellt und erschossen wurde.

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo schrieb auf Twitter, dass bei dem Angriff "mehrere Polizisten" ums Leben gekommen seien. Sie sprach den Angehörigen der Opfer ihre Anteilnahme aus.


Travers sagte, das Motiv des Täters, bei dem es sich um einen Verwaltungsmitarbeiter handeln soll, sei nicht bekannt. Er sei aber vorher nie auffällig geworden. Er könne sich nicht an einen Angriff diesen Ausmaßes auf Polizisten erinnern.

Tatort abgesperrt

Der Generalsekretär der Polizeigewerkschaft SGP-Force Ouvrière, Yves Lefebvre, sagte dem Fernsehsender BFM, der Angriff habe sich gegen 13.00 Uhr ereignet. Der Bereich in der Nähe der Kathedrale Notre-Dame wurde weiträumig abgesperrt.

Staatspräsident Emmanuel Macron fuhr an den Tatort. Er wolle der Polizei seine Solidarität und Unterstützung versichern, erklärte das Präsidialamt. Auch Premierminister Édouard Philippe und Innenminister Christophe Castaner trafen am Hauptquartier ein.

Der mutmaßliche Täter habe ein Keramikmesser benutzt, berichtete BFMTV. Die Polizei nahm zunächst keine Stellung zu den Berichten.