Ein US-Kampfjet ist bei Zemmer im Kreis Trier-Saarburg abgestürzt. Er kam vom Stützpunkt in Spangdahlem in der Eifel.
f16-kampflugzeug symbolbild
© Mircea Rosca/ epa/ dpa
F16-Kampfflugzeug der US Air Force (2014): Absturzursache unklar
"Ich kann den Absturz einer unserer F16-Maschinen bestätigen", sagte eine Sprecherin vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel. Die Maschine sei vom Stützpunkt in Spangdahlem gestartet und sei während eines Routine-Trainingsflugs abgestürzt. Seit gestern läuft ein dreitägiges Manöver auf dem Stützpunkt. Im Rahmen dieser Übung sei das Flugzeug verunglückt.

Der Pilot habe sich über den Schleudersitz gerettet und sei mit kleineren Verletzungen gerettet worden, hieß es in einer Mitteilung. Er kam in ein Krankenhaus.


Zu Schäden gebe es keine Hinweise, teilte die Polizei Trier mit. Nach Angaben des Ortsbürgermeisters von Zemmer, Edgar Schmitt, sei der Jet über einem Waldstück zu Boden gegangen. Warum es zu dem Absturz kam, ist unklar.
US-Airbase Spangdahlem

In Spangdahlem ist das 52. Jagdgeschwader stationiert: Es umfasst eine F16-Kampfjet-Staffel mit mindestens 24 Flugzeugen. Zur US-Base gehören rund 4.000 US-Soldaten.
Unglücksbereich abgesperrt

Auf Twitter forderten Beamten die Menschen auf, die Absturzstelle zu meiden, um die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit nicht zu behindern.


Bei dem Absturz ist wohl eine größere Menge Kerosin ausgelaufen. Wie ein Sprecher der Kreisverwaltung Trier-Saarburg mitteilte, ist der Gefahrstoffzug des Kreises zur Absturzstelle unterwegs.

Es ist der zweite Unfall mit Militärmaschinen in Deutschland binnen weniger Monate. Bei einer Luftkampfübung waren im Juni nahe der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern zwei Eurofighter in größerer Höhe kollidiert und abgestürzt. Ein Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz und überlebte den Unfall verletzt, der andere - ein 27-Jähriger - starb. Die genaue Ursache wird noch ermittelt.