Ein Polizist wurde in der Silvesternacht in Leipzig-Connewitz schwer verletzt, er musste notoperiert werden. Die Linke macht die Polizei für die Eskalation verantwortlich, die CDU fordert Konsequenzen.
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© Sebastian Willnow/ DPA
Polizisten im Stadtteil Connewitz am Silvesterabend
Nach dem Angriff auf einen Polizisten in der Silvesternacht im Leipziger Stadtteil Connewitz zeigt sich die politische Spaltung der Stadt: Die Linke wirft der Polizei vor, rabiat vorgegangen zu sein. "Immer wieder rannten Polizeigruppen in Menschenansammlungen", schrieb die Linken-Landtagsabgeordnete Juliane Nagel in einem Blogbeitrag.

Die CDU fordert politische Konsequenzen aus der Silvesternacht von Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). "Es gab in den vergangenen Wochen genug Gewalt. Lange genug haben OB Jung und seine Koalition der Verharmlosung nichts gegen diese demokratiefeindlichen Strukturen unternommen", sagte der Leipziger CDU-Chef Thomas Feist. Jung habe es zugelassen, dass Leipzig zu einem Hotspot der Linksextremen geworden sei.

Der 38 Jahre alte Polizist war nach Angaben der Polizei bei den Ausschreitungen schwer von Pyrotechnik verletzt worden. Mehrere Menschen hätten Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper auf Einsatzkräfte geworfen. Dem Polizisten sei der Helm vom Kopf gerissen worden, bevor er attackiert worden sei, hieß es aus Polizeikreisen. Er verlor demnach das Bewusstsein und musste notoperiert werden.

Junge Union bringt Verbot der Linken ins Spiel

Oberbürgermeister Jung verurteilte die Attacke. "Das neue Jahr hat am Connewitzer Kreuz leider überhaupt nicht friedlich begonnen, sondern ist mit einem heftigen kriminellen Gewaltausbruch gestartet", teilte er am Mittwoch mit. "Meine Gedanken sind bei dem verletzten Polizisten und seiner Familie und ich wünsche ihm schnelle Genesung." Im Februar findet in Leipzig die Oberbürgermeisterwahl statt, Jung tritt erneut an.

Linken-Abgeordnete Nagel hatte auf Twitter geschrieben: "Uff. Cops raus aus #Connewitz gewinnt nach diesem Jahreswechsel ne neue Bedeutung. Ekelhafte Polizeigewalt, überrennen Unbeteiligter, wirre Einsatzmanöver, kalkulierte Provokation." Für ihre Äußerungen hatte sie viel Kritik erhalten.

Die Junge Union Sachsen erklärte dazu: "Wenn die Linkspartei die gewaltverherrlichende Rhetorik ihrer Akteure toleriert oder sogar für gut heißt, ist sie ein Fall für den Verfassungsschutz und gehört verboten."

höh/dpa