Laut NATO-Chef Jens Stoltenberg verstoßen die Russen mit ihrem Marschflugkörper 9M729 (auch SSC-8) gegen den INF-Vertrag. Darauf wird laut Stoltenberg eine Reaktion folgen. Stoltenberg scheint hier vergessen zu haben, dass der INF-Vertrag sowohl von Amerika als auch Russland aufgekündigt wurde, nachdem die westliche "Wertegemeinschaft" unter Führung der USA Russland zu Unrecht einen Vertragsbruch in die Schuhe schieben wollte.
El secretario general de la OTAN, Jens Stoltenberg
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NATO-Chef Jens Stoltenberg gegen die nicht existierende "russische Aggression"
Die Nato betrachtet die 9M729-Raketen Russlands als einen Verstoß gegen den INF-Vertrag, der letztes Jahr von den USA gekündigt worden war.
"Wenn es um die SSC-8 geht, werden wir an Luftverteidigungs- und Flugkörperabwehrsystemen arbeiten, an konventionellen Waffen, an erhöhter Alarmbereitschaft und einer Verlängerung der Vorwarnzeiten", sagte Generalsekretär Stoltenberg Auf den Rahmen dafür hätten sich die Nato-Verteidigungsminister bereits geeinigt.
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Stoltenberg betonte darüber hinaus, dass hier nicht die NATO der Agressor ist, sondern Russland, was natürlich rein gar nichts mit der Realität zu tun hat:
Die Stationierung der SSC-8-Marschflugkörper sei Teil "der russischen Strategie, stark in neue moderne Fähigkeiten zu investieren - einschließlich neuer moderner Atomwaffen", erklärte Stoltenberg. Darauf reagiere die Nato defensiv und angemessen.

Zudem betonte Stoltenberg, dass die Nato keine Absicht habe, neue landgestützte Atomraketen in Europa zu stationieren. Ein weiteres Ziel sei, die Rüstungskontrolle zu stärken. Dies ist vor allem auch ein Anliegen von Bündnisstaaten wie Deutschland.

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