Ein Gutachter soll im Auftrag der Staatsanwaltschaft die Ursache des tödlichen Unfalls auf dem Gelände eines Baumarkts in Nortorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) klären. "Wir wollen wissen, ob möglicherweise ein technischer Defekt des Tesla-Unfallautos vorlag oder ein Eigenverschulden der Fahrerin", sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler. Zu den offenen Frage gehöre auch, ob das Fahrzeug des US-Herstellers teilautonomes Fahren ermögliche. Eine 70 Jahre alte Frau war am Dienstagnachmittag mit ihrem Wagen in die Glasfassade des Baumarktes gekracht. Eine 76 Jahre alte Kundin wurde unter den Trümmern begraben und kam ums Leben.
Tesla Model S 85 KWH

Symbolbild
Ein Gutachter soll die Ursache des tödlichen Unfalls auf dem Gelände eines Baumarkts in Nortorf klären. Beim Baumarkt herrschte am Mittwoch alles andere als Normalität.

76-Jährige starb noch im Baumarkt

Das Auto schob unter anderem einen Container mit Blumen in den Vorraum, dort stürzte Baumarktware um, darunter gestapelte Briketts. Zwei Kunden wurden von Briketts an den Beinen getroffen, blieben aber weitgehend unverletzt. "Kurz darauf stellte man jedoch fest, dass sich unter den Trümmern noch eine weitere Person befand", sagte die Polizei in ihrer Mitteilung. Die 76 Jahre alte Frau starb noch am Unfallort an ihren Verletzungen. Die Unfallfahrerin blieb unverletzt, sie wurde laut Feuerwehr seelsorgerisch betreut. Der Pkw wurde sichergestellt. Die Höhe des Sachschadens steht laut Polizei noch nicht fest.

Baumarkt bleibt geschlossen

Am Mittwoch sicherte Absperrband den zerstörten Eingang des Baumarktes. Sperrholzplatten und gestapelte Rasengittersteine stopfen notdürftig das Loch, das durch den Unfall im gläsernen Eingangsbereich entstanden ist. Polizisten suchten nach Spuren. Ob der Baumarkt wie angekündigt am Freitag wieder öffnen kann, konnte der Inhaber noch nicht sagen. Zunächst soll noch die Statik des Gebäudes untersucht werden.