Nachdem die Türkei gestern die "Neutralisierung" von 327 syrischen Soldaten verkündet hat, meldet sich jetzt Moskau zu Wort. Russland konstatiert, dass die Terroristen mit türkischen Beobachtungsposten "verschmolzen" und somit praktisch kaum von ihnen zu unterscheiden sind.
Kremel Pressekonferenz
© Reuters Maxim Shemetov
Sprecher des russischen Verteidigungsministers, Generalmajor Igor Konaschenkow, bei einer Pressekonferenz zu Syrien (Bild vom 15.01.16).
Die Offensive der syrischen Armee hat die Kämpfer von verschiedenen Terrororganisationen im Süden der Provinz Idlib zurückgedrängt. Die Türkei steht dabei vollständig auf der Seite der Dschihadisten und nutzt nun offenbar die "Beobachtungsposten" in Idlib als deren Verteidigungslinie.

Gemäß den Abkommen von Astana und Sotschi, die Russland mit der Türkei und dem Iran abschloss, ist der Türkei zugestanden worden, zwölf militärische "Beobachtungsposten" in der syrischen Provinz Idlib aufzubauen. Diese sollten dazu dienen, den Abzug von schwerem Kriegsgerät aus der sogenannten Deeskalationszone sicherzustellen. Die umliegenden, unter Kontrolle der syrischen Regierung stehenden Dörfer, sollten nicht mehr beschossen werden können, war der Plan. Zudem sollte die Türkei die Entwaffnung von international anerkannten Terrorgruppierungen wie beispielsweise Haiʾat Tahrir asch-Scham (HTS) durchführen.

~ RT Deutsch
Die Türkei hat keine dieser Vereinbarungen umgesetzt:
Stattdessen wurden seit Ende Januar fünfzehn neue "Beobachtungsposten" in Idlib erstellt. Diese dürfen von der syrischen Armee und deren Verbündeten nicht angegriffen werden, so heißt es in den Abkommen. Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, warf der Türkei am Mittwoch vor, dass die "befestigten Gebiete der Terroristen mit den türkischen Beobachtungsposten verschmolzen" sind.

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