Nachdem VW, Daimler und Opel ihre Produktion herunterfahren, produziert auch der Autobauer BMW erst einmal nichts mehr. Für vier Wochen sollen alle Werke in Europa und Südafrika stillstehen.
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Der Autobauer BMW geht angesichts der Corona-Krise von einer deutlichen Belastung der Ergebnisse im Kerngeschäft aus: Wegen eines starken Absatzrückganges will BMW die Produktion in Europa und in Südafrika stoppen.

Vorstandschef Oliver Zipse sagte am Mittwoch in München: "Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter. Die Produktionsunterbrechung wird voraussichtlich bis zum 19. April eingeplant." Dafür solle auch Kurzarbeit genutzt werden.

Der Autoabsatz von BMW dürfte im laufenden Jahr deutlich unter Vorjahresniveau liegen. Zuvor ging der Konzern noch von einem steigenden Verkauf seiner Autos aus.

Operative Gewinnmarge sinkt

Im laufenden Jahr dürfte die operative Marge des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern im Automobilbau nur noch zwischen zwei und vier Prozent liegen nach 4,9 Prozent im Vorjahr, teilte der Dax-Konzern am Mittwoch in München mit.

Dabei gehen die Münchener von einer Belastung der Marge von rund 4 Prozentpunkten durch die Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 aus. Diese dürften vor allem das erste Halbjahr treffen, hieß es.